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zerspringt

Nein, eigentlich wollte ich diesen Beitrag passwortgeschützt veröffentlichen. Es geht nicht, so würden sich bestimmte Personen wieder die Mäuler zerreißen und Diffamierungen vermuten. So stecke ich in einem Dilemma – einerseits zu viel von mir preis zu geben und andererseits nichts sagen zu können.

Meiner Mutter hat einen neuerlichen Herzinfarkt gehabt und ich wurde nur kurz benachrichtigt und dann war Funkstille. Meine kleine Schwester hat die schwere Aufgabe übernommen und unsere andere Schwester, die vor Ort im Krankenhaus ist, gefragt, was mit unserer Mutter ist. Es gab von Seiten dieser Schwester nur Vorwürfe – ich erzähle nicht mehr weiter, das sind Interna, die nichts im Internet verloren haben…

Ich bin durch das Haus getigert, wie eine Wahnsinnige, mit einer Heidenangst und schlottrigen Knie, auch jetzt noch zittere ich am gesamten Körper. Carsten war total aufgelöst und Wiebke hat sich in ihr Schneckenhaus verkrochen, sie versteht die Welt nicht mehr. Mein Kopf zerspringt! Hinter dem linken Auge ist Erdbeben, Feuerwerk, Krawall, Krieg – und natürlich kein – für mich verträgliches Schmerzmittel – in der Nähe. Ich habe Kopfweh, das ich Bauchschmerzen davon bekomme. Wenn es dunkel ist, wird es schlimmer…

Und morgen, morgen will ich 450km fahren. Ich will zu meiner Mutter und auf keinen Fall will ich mir nachsagen lassen, dass ich mich nicht kümmere!

Was ich geschrieben habe, musste ich loswerden – sonst zerspringt nicht nur mein Hirn hinter dem Auge – ich zerplatzte auch. Genau in solchen Momenten fühle ich mich unendlich allein gelassen. Hans, warum hast du dich so aus dem Staub gemacht?

Nachtrag am Abend: Herzinfark war es nicht, so schreibt mein Bruder. Was ist ist/war ist noch unklar.

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Finn erzählt

Finn Mama und Finn Bruder sind beim Augenarzt. Finn selber ist krank und hat schlimmes Aua am Ohr. Manchmal weint Finn deswegen herzerweichend und trösten würd ich schon gerne, nur die Schmerzen kann ich dem Baby nicht abnehmen…

Gerade sitzt er vor mir auf den Oberschenkeln und er erzählt mir seinen Traum! Muss schön sein, wenn nicht dauernd diese doofen Monster kämen. Ganz genau kann ich sehen und hören wenn Blödmanner stören. Gemeinsam sind wir stark und ich glaube, wir vertreiben all das Ungemach der Welt.

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Gedicht des Tages

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Der Morgen

Der Morgen drängt sich scheu mir in die Arme,
der blasse, den noch fröstelt im Gelände,
und schmiegt die kühlen Rücken seiner Hände
ans Herz mir, dass mein Blut sich sein erbarme.

Und erst entweicht, dann wiederkehrt das warme
und weiht ihm willig die begehrten Brände …
Doch schon erblickt er fahl der Kammer Wände –
und lässt mich wieder, nach dem kurzen Harme.

Und siehe da, wer war’s, den seine Nöte
mir zugetrieben oder sein Gelüst,
wer war der Knabe blass, den ich enthärmte?

Es war die hohe Jungfrau Morgenröte,
die sich an mir die jungen Glieder wärmte –
und mich nun leuchtend auf die Augen küsst!

Christian Morgenstern

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© 2015 piri ulbrich | 1457 Tage Kuddelmuddel voller worte. | Mit schon 2408 Beiträgen. | Manchmal mischt sich hier Fiktion mit Wirklichkeit. | läuft unter WordPress | Theme: Bugis von Elmastudio

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