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Der 30. Februar

Vor genau 300 Jahren gab es einmalig eine Kalenderkuriosität

In diesem Jahr feiern wir ein ungewöhnliches Jubiläum. Vor genau 300 Jahren gab es eine einmalige Kalenderkuriosität: In Schweden schrieb man das Datum 30. Februar 1712. Wie es dazu kommen konnte, erklärt der Physiker und Computist (Kalenderkundler) Prof. Dr. Heinrich Hemme von der FH Aachen.

Im Jahr 45 v. Chr. führte Julius Caesar den Julianischen Kalender ein: Auf drei Jahre, die jeweils 365 Tage dauerten, folgte eines mit 366 Tagen. Ein durchschnittliches Jahr war damit 365,25 Tage lang. Das sind etwa elf Minuten mehr, als die Erde tatsächlich braucht, um die Sonne einmal zu umrunden.

Dieser winzige Fehler, den die Menschen fortan jedes Jahr machten, wuchs immer weiter an und führte dazu, dass im 16. Jahrhundert Frühlings-, Sommer- Herbst- und Winteranfang sich um über zehn Tage nach vorne verschoben hatten. Darum ließ Papst Gregor XIII. den Kalender reformieren, indem er im Jahr 1582 zehn Tage einfach ausfallen ließ und die Schaltregel verbesserte. Da beim Wechsel des Kalendersystems etliche Tage übersprungen werden mussten, fürchteten viele Menschen, ihnen würde Lebenszeit gestohlen werden.

Um ihnen diese Angst zu nehmen, hatte man sich in Schweden Ende des 17. Jahrhunderts eine recht originelle Lösung überlegt. Der Kalender sollte nicht von einem Tag auf den anderen gewechselt werden, sondern schrittweise, indem man von 1700 bis 1740 alle Schalttage ausfallen lassen wollte. So wurde auch tatsächlich im Jahre 1700 der 29. Februar einfach übersprungen. Die Schweden eilten nun also dem alten Julianischen Kalender einen Tag voraus und hinkten dem neuen Gregorianischen noch zehn Tage hinterher. Dann brach der Große Nordische Krieg aus, und in den Wirren der Zeit gab es in beiden folgenden Schaltjahren doch wieder einen 29. Februar.

Im Januar 1711 entschied König Karl XII., wieder zum altbewährten Julianischen Kalender zurückzukehren. Allerdings hatten die Schweden nun der Zeitrechnung dieses Kalenders immer noch einen Tag voraus, was sie durch einen zusätzlichen Tag ausgeglichen: Dies war der 30. Februar 1712, ein zweiter Schalttag.

Zusatzinformation zur Schaltjahresregel des Gregorianischen Kalenders

Schaltjahre sollten forthin alle Jahre sein, deren Zahlen ohne Rest durch 400 teilbar sind, und außerdem alle Jahre, deren Zahlen durch 4, nicht aber durch 100 teilbar sind. Durch diese Regel hat jeder Zyklus von 400 Jahren nicht mehr 100 Schaltjahre, wie beim Julianischen Kalender, sondern nur 97.

Nur wenige Länder wie Spanien oder Portugal übernahmen den Gregorianischen Kalender tatsächlich umgehend mit dem Übergang vom 4. Oktober 1582 auf den 15. Oktober 1582. Manche Staaten, wie zum Beispiel Russland, behielten den Julianischen Kalender sogar bis ins 20. Jahrhundert hinein bei.

Schweden wechselte übrigens am 17. Februar 1753 endgültig mit einem Sprung auf den 1. März 1753 zum Gregorianischen Kalender.

Quelle: Team Pressestelle der FH Aachen

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4 Kommentare zu “Der 30. Februar”

  1. Hallo Petra,
    ich wünsche dir alles Liebe und Gute zum Geburtstag, vor allem Kraft und Gesundheit.
    Dein Geburtstag ist einer der wenigen in Bloggershausen, den ich mir merken kann :-).
    Tschüssi Brigitte
    Brigitte schrieb … 060/365

  2. Liebe Piri, eigentlich ist es ja wirklich nicht so schwer, sich zu merken, daß Du am Schalttag Geburtstag feierst. Mir ist es leider doch gelungen.
    Noch gerade eben rechtzeitig daher meine besten Wünsche zu diesem Tag! Ich wünsche Dir viel Möglichkeit zur Ruhe, viele liebe Leute, die Dir kompetent und freundlich helfen, und viel Freude!
    Claudia Sperlich schrieb … Mittwoch der ersten Fastenwoche

  3. Hallo liebe Petra!
    Am 19.2.2012 habe ich für Dich eine Geburtstagskarte gemailt und gebeten, diese erst am 29. Februar 2012 zu verschicken.
    Hast Du diese erhalten? Normalerweise müßte ich eine Meldung bekommen.Ich habe nur Kopie mit der Nachricht, “Die Karte wird wie gewünscht am 29. Februar 2012 verschickt”. Der Text lautete:
    Hallo liebe Petra,
    zum Geburtstag wünsche ich Dir alles Gute, vorallem Gesundheit und die Kraft, alle Dir immer bevorstehenden Aufgaben zu erfüllen.

    Ich wünsche Dir, dass es Deinen Junioren immer den Umständen entsprechend gut geht und sie die bevorstehenden ärtzlichen Eingriffe mutig überstehen.

    Dann wünsche ich Dir viel Spaß bei der Schreiberei, Du kannst es ja. Wie sagte F.Hebel mal:
    Alles Sprechen und Schreiben
    heißt würfeln um den Gedanken.
    Wie oft fällt nur ein Auge,
    wenn alle Sechse fallen sollten.

    Liebe Piri, ich weiß nicht, wie man einen Geburtstag an so einem Datum feiert, besonders intensiv, besonders laut oder vielleicht nur besonders würdevoll, weil man nicht weiß , was die nächsten 4 Jahre bringen?

    Ich wünsche Dir eine schöne Feier im Kreise Deiner Lieben,
    Sei herzlich gegrüßt von
    Stefanie.

    Übrigens, wenn mein Geburtsjahr ein Schaltjahr gewesen wäre, dann hätte ich auch am 29.2. Geburtstag. Freue Dich auf den Kuraufenthalt, die Vorfreude ich immer die Schönste.

  4. Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag lieber Piri.
    Dass Du an diesem besonderen Tag Geburtstag hast, das weiß ich, das kann ich mir immer gut merken.
    LG
    Agnes
    Agnes schrieb … Dein plattgeliebter Teddybär

© 2012 piri ulbrich | 440 Tage Kuddelmuddel voller worte Mit schon 797 Beiträgen. | Manchmal mischt sich hier Fiktion mit Wirklichkeit.