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Ja, das muss es! Zuallererst muss ich dringend meine Herzen auspolstern und vernähen. Danach muss ich mich um mein eigenes Herz kümmern, muss mit Wiebke noch einmal in die orthopädische Klinik, da sich ihr Fuß nun auch entzündet hat und die Narbe wulstig ist und an einer Stelle aufplatzt.

Meine Gedanken von gestern habe ich komplett über den Haufen geschmissen! Zum einen, wie sie immer noch schwirren und ich sie nicht fangen kann/will und zum anderen, weil mir inzwischen schon wieder tausend andere durch den Kopf gehen!

Es ist kein Sommer mehr, aber auch noch lange nicht Herbst. Irgendwas dazwischen. Morgens weiß man nie, was man anziehen soll, denn mittags ist es wunderbar warm und wenn nicht gerade der Nachbar seinen Rasen mäht (frisch gemähtes Gras reizt mich – besonders während der Mittagspause), dann könnte ich jetzt auf der Terrasse sitzen und den lieben Gott einen guten Mann sein lassen.

Aus meinen großen Schmerzen

Aus meinen großen Schmerzen
Mach ich die kleinen Lieder;
Die heben ihr klingend Gefieder
Und flattern nach ihrem Herzen.

Sie fanden den Weg zur Trauten;
Doch kommen sie wieder und klagen,
Und klagen, und wollen nicht sagen,
Was sie im Herzen schauten.

Heinrich Heine

Meine Kanne Tee ist gekocht, die Meute aus dem Haus, der Besen bereit, die Nähmaschine aufgestellt (nur Stoff habe ich noch keinen), die Waschmaschine läuft bereits, die Fenster stehen sperrangelweit — der Tag kann beginnen!

Es ist Freitag, das Wochenende naht. ... und das wird wunderschön!

Geschützt: Immer weniger

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Ich hab’ sie mal wieder am Wickel und lese zum xten Male ihre Gedichte und die Biographien. Wen? Na, Mascha natürlich. Mascha Kaléko lässt mich nicht los. Ich mag sie. Erst neulich war ich in Marbach im Deutschen Literaturmuseum, war ganz erschlagen von den Schätzen, die dort lagern. Nur ein winziger Teil ist für die Öffentlichkeit zugänglich. Leider konnte ich kaum gehen und war nach sehr kurzer Zeit fix und alle, aber genossen habe ich diesen Ausflug sehr.

Die Berliner Dichterin schreibt mir aus der Seele:

Du hast mir nur ein kleines Wort gesagt,
Und Worte kann man leider nicht radieren.
Nun geht das kleine Wort mit mir spazieren
Und nagt …

Schade, die Urheberrechte der Gedichte sind geschützt, ich würde so gerne hin und wieder ein Gedicht posten und hoffe sehr, dass mir dieser Auszug nicht angekreidet wird.

Es ist ein Flüstern in der Nacht,
Es hat mich ganz um den Schlaf gebracht;
Ich fühl’s, es will sich was verkünden
Und kann den Weg nicht zu mir finden.

Sind’s Liebesworte, vertrauet dem Wind,
Die unterwegs verwehet sind?
Oder ist’s Unheil aus künftigen Tagen,
Da emsig drängt sich anzusagen?

Theodor Storm

In der Nacht lang wach gelegen. Habe nachgedacht über die Sprache.

Wer hat eigentlich die Sprache erfunden?
Wer hat den Gegenständen Namen gegeben?
Warum heißt der Tisch Tisch und nicht Kröpel?
Warum heißt es sein und nicht hedig?
Wer hat festgelegt, was wie heiß?
Warum ist Blut rot und nicht grädig?
Warum ist Brot kein Schuh?
Warum schlafe ich nicht, wenn ich singe?

Fragen? Sind Fragen sinnlos?
Wer gibt mir Antworten?
Wo finde ich …

Die Erdbeere möchte ein Kinderfoto haben. Eins von mir oder besser, eins von Bloggern: Guckst du hier, dann siehst du eins! Oder öffne einfach das Klapperbild!