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Archiv ‘Allgemein’ Kategorie

Meine Kanne Tee ist gekocht, die Meute aus dem Haus, der Besen bereit, die Nähmaschine aufgestellt (nur Stoff habe ich noch keinen), die Waschmaschine läuft bereits, die Fenster stehen sperrangelweit — der Tag kann beginnen!

Es ist Freitag, das Wochenende naht. ... und das wird wunderschön!

Ich hab’ sie mal wieder am Wickel und lese zum xten Male ihre Gedichte und die Biographien. Wen? Na, Mascha natürlich. Mascha Kaléko lässt mich nicht los. Ich mag sie. Erst neulich war ich in Marbach im Deutschen Literaturmuseum, war ganz erschlagen von den Schätzen, die dort lagern. Nur ein winziger Teil ist für die Öffentlichkeit zugänglich. Leider konnte ich kaum gehen und war nach sehr kurzer Zeit fix und alle, aber genossen habe ich diesen Ausflug sehr.

Die Berliner Dichterin schreibt mir aus der Seele:

Du hast mir nur ein kleines Wort gesagt,
Und Worte kann man leider nicht radieren.
Nun geht das kleine Wort mit mir spazieren
Und nagt …

Schade, die Urheberrechte der Gedichte sind geschützt, ich würde so gerne hin und wieder ein Gedicht posten und hoffe sehr, dass mir dieser Auszug nicht angekreidet wird.

In der Nacht lang wach gelegen. Habe nachgedacht über die Sprache.

Wer hat eigentlich die Sprache erfunden?
Wer hat den Gegenständen Namen gegeben?
Warum heißt der Tisch Tisch und nicht Kröpel?
Warum heißt es sein und nicht hedig?
Wer hat festgelegt, was wie heiß?
Warum ist Blut rot und nicht grädig?
Warum ist Brot kein Schuh?
Warum schlafe ich nicht, wenn ich singe?

Fragen? Sind Fragen sinnlos?
Wer gibt mir Antworten?
Wo finde ich …

Zum Glück ist es draußen wenigstens sonnig, dass ich ein bisschen Garten buddeln kann — im Sitzen versteht sich, denn mein Fuß hat gerade wieder beschlossen sich zu entzünden. Wird das denn endlich besser?

Mein Blog ist phasenweise nicht erreichbar. Okay! Nee, nicht okay!

lächle
Ganz automatisch habe ich angefangen zu lächeln — ja, ich musste sogar lachen als ich die Wand entdeckte! Und das, obwohl der Sportorthopäde heute morgen gesagt hat, dass er mit meinem Sprunggelenk ganz und gar nicht zufrieden ist.
Es hat immer noch einen Entzündungsherd, ist noch sehr dick und noch immer nicht voll belastbar. Radfahren dürfte ich. Ich mag aber ums Verrecken nicht Radfahren. Viel lieber würde ich sprinten, oder wenigstens walkend durch die Weinberge schleichen.

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Es weht ein kalter Wind, die Blätter fallen, es regnet und es ist noch nicht einmal September. Meine Güte; was ist das für ein Sommer?

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  • Du musst! Und wenn gleich wieder einer kommt und etwas von dir will, darfst du ihn nicht zurückweisen.
  • Sage dir mehrmals, was du noch alles schaffen musst und nimm zur Kenntnis, dass du das niemals schaffen kannst.
  • Bewege dich hektisch nach dem Motto: lieber rasen als rasten und spüre, wie der Druck in deinem Kopf und an anderen Stellen deines Körpers deutlich zunimmt.
  • Konzentriere dich ganz auf die Tatsache, dass du wieder einmal versagen wirst und viel zu viel zu tun hast.
  • Komm ja nicht auf die Idee, jemand um Hilfe zu bitten. Es würde dir schaden und dich entlarven.
  • Schau genau auf alle schlechten Eigenschaften deiner Kinder und sonstiger Mitmenschen und vergiss deine eigenen schlechten Charakterzüge nicht. Du kannst nichts und bist nichts! Deshalb benutzen dich alle als Fußabtreter!
  • Stelle zum wiederholten Mal fest, dass niemand dir hilft und verallgemeinere wie folgt: alle lassen mich im Stich! Keiner hilft mir! Bald breche ich zusammen.
  • Sorge dafür, dass sich diese Gedanken unablässig in deinem Kopf im Kreis drehen.
  • Entdecke, dass du eine schlechte Mutter bist! Du hast schuld! An allem!

Gisela Preuschoff