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Archiv ‘Allgemein’ Kategorie


Es weht ein kalter Wind, die Blätter fallen, es regnet und es ist noch nicht einmal September. Meine Güte; was ist das für ein Sommer?

Beitrag wiederhergestellt

  • Du musst! Und wenn gleich wieder einer kommt und etwas von dir will, darfst du ihn nicht zurückweisen.
  • Sage dir mehrmals, was du noch alles schaffen musst und nimm zur Kenntnis, dass du das niemals schaffen kannst.
  • Bewege dich hektisch nach dem Motto: lieber rasen als rasten und spüre, wie der Druck in deinem Kopf und an anderen Stellen deines Körpers deutlich zunimmt.
  • Konzentriere dich ganz auf die Tatsache, dass du wieder einmal versagen wirst und viel zu viel zu tun hast.
  • Komm ja nicht auf die Idee, jemand um Hilfe zu bitten. Es würde dir schaden und dich entlarven.
  • Schau genau auf alle schlechten Eigenschaften deiner Kinder und sonstiger Mitmenschen und vergiss deine eigenen schlechten Charakterzüge nicht. Du kannst nichts und bist nichts! Deshalb benutzen dich alle als Fußabtreter!
  • Stelle zum wiederholten Mal fest, dass niemand dir hilft und verallgemeinere wie folgt: alle lassen mich im Stich! Keiner hilft mir! Bald breche ich zusammen.
  • Sorge dafür, dass sich diese Gedanken unablässig in deinem Kopf im Kreis drehen.
  • Entdecke, dass du eine schlechte Mutter bist! Du hast schuld! An allem!

Gisela Preuschoff

Mit zunehmendem Alter wird die Haut anspruchsvoller. Sie kann Belastungen nicht so leicht ausgleichen wie junge Haut und braucht besondere Pflege.

Wem sagt man das? Mir ist das sonnenklar, ich pflege ja schon wie eine Verrückte! Und doch sehe ich, wenn ich in den Spiegel gucke, eine Frau, die gerne ein bisschen frischer aussehen würde und die ihre Tochter um die feinporige jugendliche samtene Haut beneidet!
Gerade im Sommer, wenn ich etwas Farbe angenommen habe, gleicht meine Haut eher der, eines gegerbten Leders und obwohl ich bestimmt nicht übermäßig bräune, würde ich sie am Liebsten verstecken. Leider trinke ich zu wenig, denn Flüssigkeit würde die Zellen schön aufpolstern! Und Stresszeiten machen sie besonders an meiner Haut bemerkbar; sie wird fahl, grau und ich sehe äußerlich so aus, wie ich mich innerlich fühle.

Was ist mir nicht alles schon mit der Haut passiert? Verbrannt habe ich sie mir, als ich schusseligerweise mal den heißen Kaffeesatz umkippte und der sich dann ausgerechnet über mein Handgelenk ergoss. Wie oft ich als Kind hingefallen bin und mir die Knie aufgeschürft habe, kann ich gar nicht mehr zählen. Mit einer kleinen Kreissäge, die in einer Druckerei Bleizeilen durchsägt, hab ich mir die halbe Fingerkuppe durchgesäbelt und da hing die Haut auch ziemlich traurig runter! Manchmal, wenn mich die Allergie sehr plagt, wirft die Haut Blasen und kann sie fetzenweise abziehen!

Haut muss ‘ne Menge aushalten und ist unser größtes Organ! Da verdient sie es wirklich sorgsam behandelt zu werden – deswegen werde ich gleich mal duschen und anschließend cremen. Nur schade, dass ich das selber machen muss. Wäre doch schön, wenn mir jetzt eine liebende Hand über den Rücken streicheln würde…

…ein Fragebogen:

Deine Augenfarbe? Braungrün, je nach Stimmung. Wenn ich richtig aufgebracht bin, dann sind meine Augen wunderbar rehbraun.
Deine Haarfarbe? Mittlerweile bin ich wirklich grau, seit dem ich nicht mehr färbe und einen flotten Haarschnitt habe, gefällt mir diese Farbe auch gut.
Dein Sternzeichen? Fische. Man sagt ihnen nach, dass sie nicht sehr entscheidungsfreudig und wankelmütig sind. Das kann ich bestätigen.
Lieblingsessen? Ich esse gerne gut. Das kann eine leckere Pizza sein, aber auch herrlicher frischer Fisch aus dem Meer.
Lieblingsgetränk? Reines frisches Mineralwasser. Aber gegen einen guten Rotwein habe ich auch nichts einzuwenden.
Lieblingseis? Mir scheint, die meisten Menschen mögen gerne Eis — ich mache mir nichts daraus.
Lieblingsfarbe? Ganz eindeutig rot. Obwohl rot eine aggressive Farbe ist. Als Ausgleich nehme ich der deutschen allgemein liebste Farbe und sage blau.
Lieblingsland? Irland, der Weite wegen. Diese grüne Landschaft macht mich ruhig. Aber auch an der deutschen Ostsee kann ich zur Ruhe kommen und meine Gedanken schweifen lassen.
Lieblingsschulfach? Deutsch, ich habe Deutsch sehr gemocht. Nicht die Grammatik und die Regeln; eher der Sprache wegen und der Möglichkeiten, sich ausdrücken zu können. Leider habe ich nicht die Schulbildung, die ich gerne hätte; ich war eine sehr aufsässige Schülerin und nicht sehr diszipliniert und ausgesprochen faul.
Lieblingstag? Montag, da fängt die Woche an.
Lieblingsduft? Chanel no.5
Lieblingssänger? Das variiert von Zeit zu Zeit; von Stimmung zu Stimmung. Sting mag ich sehr gerne, aber auch die deutschen Barden: Wecker, Wader, Mey, Hoffmann etc. Cat Stevens und Gordon Lightfoot — ach, ich lege mich nicht fest!
Lieblingsfilm? Den gibt es nicht. Vor Jahren hätte ich Lovestory gesagt — ich mag diesen Film immer noch sehr gerne und könnte jedes Mal wieder heulen.
Lieblingsspiel? Mensch ärgere dich nicht
Lieblingsauto? Jaguar E
Lieblingssport? faulenzen
Wohnort? Flein bei Heilbronn
Gibt es etwas, das Du überhaupt nicht magst? Wenn mir jemand bewusst nicht zuhört, mich nicht wahrnimmt und Unhöflichkeit!
Mit was beschäftigst Du Dich gern? Lesen tue ich sehr gerne, querbeet und dann würde ich irgendwann wieder fotografieren wollen.
Was würdest Du sagen, ist Deine beste Eigenschaft? Tja, das ist schwer. Ich kann verzeihen, wenn auch nicht gleich. Außerdem bin ich gutmütig und ein rechtes Schaf.
Und was ist Deine schlechteste Eigenschaft? impulsive Unduldsamkeit
Welche Musik bevorzugst Du? Gute Musik, keine Schlager und schon gar keine volksverdummende Hupfdohlenmusik. Es darf gerne Oper sein, aber auch Heavy Metall.
Was schaust Du Dir gern im Fernsehen an? Es gibt immer weniger was mich interessiert. Meisten gucke ich öffentlich rechtlich. Arte und seit dem wir HD-Empfang haben gucke ich die Spartenkanäle EinsPlus, Theaterkanal, Neo usw.
Was ist Dein erster Gedanke, wenn Du morgens aufwachst? Auf, der Tag beginnt.
Hast Du jemals bei Klassenarbeiten geschummelt? na klar
Schreibst Du lieber mit Bleistift oder mit Füller? Kugelschreiber
Welche Person hat Dich in Deinem Leben am meisten beeindruckt? Mein Mann, er mag es aber nicht hören.
Mit wem würdest Du gern mal für einen Tag tauschen? mit niemanden
Worüber kannst Du lachen? über Situationskomik
Was macht Dich traurig? Krieg,  Armut
Was lässt Dein Herz schneller schlagen? Sport, wenn ich außer Atem komme.
Welche drei Dinge würdest Du auf eine einsame Insel mitnehmen? Buch, Papier und Stifte
Wärst Du lieber reich oder glücklich? glücklich reich ???
Bist Du vergeben? ja seit 1975
Was fällt Dir zu “Keksen” ein? Sie schmecken lecker.
Was ist Dein Lebensmotto? Mach das Beste draus.
Wenn Du eine Zeitreise machen könntest, wohin würde es gehen? Gar nicht so weit weg — zum Anfang des 20. Jahrhunderts.
Welche Person würdest Du gerne einmal treffen? Gerda Taro, das war eine Fotografin, die beeindruckende Kriegsbilder gemacht hat.
Welchen Traum würdest Du Dir gern noch erfüllen? Ein Haus an der Ostsee — daraus wird aber wohl leider nichts.
Was war die beste Entscheidung Deines Lebens? Meine Kinder

Perfektionisten haben es verdammt schwer auf der Welt. Wird man dazu erzogen oder woher kommt dieser Zwang?

Alle wollen mir helfen und jeder tut irgendwas. Sie sprechen sich nicht ab; MamS und Mutter! Sie wundern sich bloß, dass ich nicht ständig vor lauter Dankbarkeit zerfließe. Sie meinen es gut und tun Dinge, die nicht nötig sind. Manchmal schaffen sie erst Arbeit, die vorher nicht da war und die sie nicht selber bewerkstelligen können.

Mama kommt mit meinem Herd nicht klar, MamS kann nicht kochen, also stelle ich mich hin. Die Küche räumen sie auf. Wenn ich nächstes Mal mein Sieb suche, gucke ich wohl besser gleich bei den Backblechen nach. –Heute waren wir essen!

Ich habe eine Angewohnheit sämtliche Taschentücher und Servietten einzustecken, auch rote! Carsten hat auf meine Lieblingsjacke erbrochen. In der Außentascke steckte … ihr ahnt es sicherlich. Eine rote Papierserviette!

Mein lieber Mann wäscht das Jäckchen. Es hat nun rote Sprenkel!

Sie meinen es gut, wirklich — doch zuviel Güte ist zuviel für mich.

Vor kurzem habe ich mich beklagt, dass mir niemand hilft. Jetzt wird mir geholfen und ich bin auch nicht zufrieden. Es wird Zeit, dass mein Fuß gesund wird.

Darf man sich selber loben ? Ich denke ja!  Wenn es sonst niemand tut.

Zuallererst habe ich mal das unfähige Putzteam entlassen — wenn ich sage gründlich sauber machen, besonders den Teppich, weil Carsten gekotzt hat; dann möchte ich nicht hinterher auf dem Boden kriechen müssen und das Pulver wegbürsten. Wenn dann noch die Kotze am Bett klebt und die Damen schon das Haus verlassen haben, ist das in meinen Augen nicht gründlich, sondern eher schlampig. Auch wenn es verdammt schwer ist, gute Reinigungskräfte zu bekommen, so bin ich nicht gewillt Schludrigkeit zu tolerieren.  Es war nicht das erste Mal und auch nicht alles; aber mit den Feinheiten möchte ich euch nicht belästigen. — Trotzdem bin ich stolz, dass ich es selber geschafft habe zu kündigen.

Stolz, bin ich auch darauf, dass ich bis jetzt mit Mutti keinen Streit und noch nicht einmal ein keines Missverständnis hatte. Ich war ganz lieb und habe lieber dreimal geschluckt, ehe ich einen unbedarften Satz gesagt habe. Meine Mama ist zufrieden; was will ich mehr?

Schön ist auch, dass ich mir Lesefutter erkämpft habe. Ich habe meine Mutter genommen, ins Auto gesetzt und bin mit ihr in die Stadt gefahren und habe mir in der Buchhandlung über dem Parkplatz 2 Bücher gekauft, wir haben zusammen Kaffee getrunken und dann war’s gut. Jetzt werde ich gleich schmökern und Mama ändert sich den roten Mantel (den ich ihr geschenkt habe, weil für mich viel zu weit) um und hat was zu tun!

Herz, was willst du mehr?