Category: Familie

Hallo ich bin da

Von piri, 5. März 2010 13:56

MamS kommt nach Hause und ruft den obigen Satz!

“Freust du dich?”
“Jaaaaaaaaaa” etwas lang gezogen und nicht unbedingt mit Enthusiasmus.
“… und weißt du was das Schönste ist?”
“Nö”
“Ich habe jetzt zwei Wochen Urlaub!”
” … … — das ist ja toll. Was machen wir damit!”
“Vielleicht uns auf den Geist gehen?” sagte er und entschwand an seinen PC.

August Macke

Von piri, 22. Februar 2010 10:38

Diese wunderbare Ausstellung von August Macke in Freiburg hat uns alle beflügelt. Ich kannte schon einige Bilder von dem großen Expressionisten und wusste auch, dass mein Vater ein großer Verehrer dessen Bilder war; doch so private Eindrücke haben mich dann doch überrascht. Zum Großteil werden Bilder aus seiner engeren Familie gezeigt. Seine Frau Elisabeth ist ein herrliches Modell. In immer wieder anderen Posen stand sie ihm zur Verfügung. Wiebke haben allerdings besonders die Babybilder seiner beiden Söhne am Meisten beeindruckt. Wenn sie nicht in meiner Nähe war, wusste ich wo ich sie finde — bei Walter, dem Erstgeborenen von Macke. Es ist aber auch ein anrührendes Bild — der Knabe, keine drei Tage alt wird bildlich festgehalten, dass die Urmutter das Kindlein auch sehen kann. (Leider habe ich im www. dieses Bild nicht gefunden.) Lediglich auf einer Postkarte ist es abgebildet. august mackeDafür zeige ich euch ein anderes Bild von Elisabeth und ihrem Sohn. Möglicherweise hat mein Töchting dieses bald in ihrem Zimmer hängen. Nicht als Original, denn das ist sicherlich unverkäuflich und wenn ja, könnte ich den Preis wahrscheinlich nicht bezahlen.

Während ich so durch die Ausstellung ging, ist mir ein Lichtlein aufgegangen. Ich sah in vielen Bildern, die Bilder meines Vaters wieder und erinnerte mich an ein Bild, dass jahrelang im oberen Treppenhaus meines Elternhauses hing; zwei blaue Frauen im Park  — ein Bild von August Macke.  Vati, der du im Himmel bist, du hast dich gut inspirieren lassen!

Carsten hat durch seinen Sachverstand — wir haben im Auto über die Zeit des Malers und dessen Tod im ersten Weltkrieg gesprochen — die anderen Museumsbesucher verblüfft. Auch er stand andächtig vor einigen Bildern und quetschte entweder mich oder MamS aus, um mehr zu erfahren.

Schön war auch, dass niemand Hilfe schrie, wenn die Rollstühle ein bisschen näher an die Bilder kamen. Die Junioren sind es gewohnt und passen gut auf, manchmal besser, als andere Besucher. Da wollte eine Dame ein Bild berühren, das hat Wiebke gesehen und mein Töchting guckte ganz vorwurfsvoll und rief nach mir. Ihr hättet die Frau sehen müssen …

Und nun auf der nächsten Seite eine kleine Einführung zu August Macke – ganz privat

fordern

Von piri, 21. Februar 2010 20:48

Frauen die nichts fordern,
werden beim Wort genommen -
sie bekommen nichts.
Simone de Beauvoir

Ganz trivial betrachtet, habe ich mir mein Wochenende eingefordert. Nicht, dass ich es nicht bekommen hätte – aber wenn ich nichts gesagt hätte, wäre ich nicht dort gewesen. Was sagt mir das? Na, recht einfach! Ich muss meine Wünsche äußern, denn riechen kann niemand, dass ich etwas möchte. Im Ernstfall wäre es so, dass ich, wenn ich nichts gesagt hätte, wochenlang stinkig gewesen wäre und ganz lange der verpassten Gelegenheit nachgetrauert hätte!

…zuviel hätte und wäre? Hypothetik?


Morgen erzähle ich wie es war!

man sollte

Von piri, 17. Februar 2010 10:37

… nicht mit fasten anfangen, wenn der Mann krank danieder liegt!

“Hey sag’ mal, warum rennst du so oft aufs Klo. Hast du was falsches gegessen oder machst du das nur, um mich immer wieder aufzuwecken?”

Ich faste.
“Nee, das glaube ich jetzt aber nicht. Darf ich dann deine Schokolade und die Kekse essen?”
“Untersteh dich ………” — schnell ab zum stillen Örtchen.

MamS grinst sich eins und schiebt sich ein Stückchen Zartbittervollnussschokolade in den Mund. Ich nippe an meinen Abführtee und mache mir vor Lachen fast in die Hose.

Großtante

Von piri, 10. Februar 2010 09:26

Wie hört sich das an — Großtante? Ich finde, das hört sich alt an, nicht ganz so alt, wie Oma, aber schon ganz schön alt!

Ich werde nie Oma werden. Damit habe ich mich abgefunden, wenn es auch immer noch ein wenig schmerzt, wenn Freundinnen Oma werden. Es ist doch schön, zu wissen, dass die Familie in den Enkeln weiter lebt und dass das Leben weiter geht.

Jetzt bin ich Großtante und fast genauso stolz, als wäre ich selber Oma. Mein Neffe hat ein Baby bekommen, heute Nacht, ein Junge: Jona-Elias. Hach ist das schön, sich so mitfreuen zu können. Eine Freude durchströmte meinen Körper, es war herrlich. Meine Schwägerin, die mir die tolle Nachricht am Telefon erzählt hat, war völlig aus dem Häuschen und ich mit ihr. Ich hätte nie gedacht, dass mich diese Nachricht so mitnimmt. Jetzt schmiede ich schon Pläne, was ich dem kleinen Knaben schenken kann …

Schnatter

Von piri, 10. Februar 2010 08:22

Das Mundwerk funktioniert, wenn auch mit Anlaufzeit, aber immerhin. Carsten schmiedet Pläne! Die Logopädin ist ja auch da, da kann man sich doch als Mann keine Blöße geben — nee, das geht nicht! Letztens hat er mir gesagt, dass er ‘die Sarah’* zum Anbeißen nett findet. Sie mag ihn auch. — Aber wer mag Carsten nicht?

Heute ist die Stimme noch sehr kratzig. Mein Sohnemann, der Leadsänger der Band Handle With Care hat somit beschlossen, dass er viel trinken und mindestens bis zum Auftritt 1Pfund an Gewicht zulegen will. Gleich, heute Morgen fängt er damit an. Morgen ist große Probe, bei der ein Video erstellt wird (hoffentlich ist das Fieber runter) und nächste Woche große Generalprobe mit einer anderen Band zusammen und eine Woche später der erste größere Auftritt bei einem kleinen Festival einer kleinen Festivität. Wiebke ist schon ein wenig genervt, zu gerne würde sie bei dem Spektakel teilhaben. MamS und ich überlegen, was sie ganz alleine, ohne Carsten, machen kann …


*Name geändert

Geschützt: nun endlich

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Von piri, 1. Februar 2010 13:56

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