So jetzt

Jetzt haben wir den Fall, den wir nicht gebrauchen können – ich bin krank!

Schon einige Zeit plagte ich mich mit verstopfter Nase und leichten Klopfkopfschmerzen. Ich habe viel getrunken, meine Nasendusche reaktiviert, das Nasenspray aus der Versenkung gekramt, immer schön den Schnodder* hochgezogen und ein Traubenkernkissen gekauft, damit mein Näschen es schön warm hat.

Mein HNO sagt:

Hochziehen ist viel gesünder als Schnäuzen ins Taschentuch, weil man beim sogenannten Hochziehen den Schleim aus Rachen- und Nasen- sowie Stirnhöhlenbereich entfernt. Dieser Schleim oder besser die darin enthaltenen gesundheitsschädlichen Bakterien wird/werden nach dem Abschlucken im Magen von den dortigen Magensäften unschädlich gemacht. Das Vermengen mit anderem Mageninhalt, anschließend Darminhalt, ist völlig unschädlich.

Das Schnäuzen ins Taschentuch dagegen ist körperschädlich (gesundheitsschädlich und fördert Infektionen), weil automatisch bei diesem Vorgang (bei jedem einzelnen Schnäuzvorgang!) ein Teil des Schleimes in Richtung Nasenhöhlen und Stirnhöhlen gepresst wird.

Dorthin übertragen dann die im Schleim enthaltenen Bakterien die Entzündungen aus Nase und Rachenraum.

Geholfen hat nichts wirklich. Eigentlich ist es eher schlimmer geworden. Ich kenne meine Nase und meine Nase weiß mich an ihr herumzuführen – sie hat es geschafft, sie hat mich geschafft, ich habe den Bereitschaftsarzt gerufen, ihm meine Lage geschildert und der nette junge attraktive schöne Mann, hat gemeint, dass mich nur Cortison retten kann.

Okay, ich habe nichts gegen Cortison, habe immer was davon im Medikamentenschrank und das durfte ich jetzt wieder raus holen. Der Doc verpasste mir noch eine solche Spritze – jetzt bin ich noch müder und verschwinde umgehend – und ich hoffe sehr, dass ich die doofe Nasennebenhöhlen- und sonstige Gesichtshöhlenentzündungen ohne Antibiotika (die mag ich nämlich gar nicht) in Griff bekomme.


P.S.: Verlangt bloß nicht von mir, dass ich den Kopf beuge, denn dann könnte es sein, dass mein Kopf vor Schmerzen zerspringt und das wollt ihr doch bestimmt nicht, oder?

Der nächste Schritt

Der nächste Schritt ist immer fällig. Man weiß ihn genau.
Wenn du ihn tust, wirst du dadurch, dass du erlebst, wie du ihn dir zugetraut hast, auch Mut gewinnen. Während du ihn tust, brichst du nicht zusammen, sondern fühlst dich gestärkt.

Es gibt nicht nur die Gefahr, dass du zuviel riskierst, es gibt auch die Gefahr, dass du zu wenig riskierst.

Dem Gehenden schiebt sich der Weg unter die Füße.

Martin Walser


Diese Woche habe ich einen großen Schritt gemacht, ich hatte mich das erste Mal in meinem Leben um eine Wohnung beworben und wir hätten diese auch kriegen können. Der potentielle Vermieter war sehr nett. Leider hat die angebotene Wohnung keine Badewanne und meine Junioren lieben nichts mehr, als ausgiebig zu planschen.

Der erste Schritt ist gemacht, nun können weitere folgen…

Ein Apfel am Tag

Apfel essendIch weiß gar nicht mehr, wie alt ich war, als mein Vater dies Bild geknipst hat – vielleicht acht? – jedenfalls war es noch in der alten Wohnung in einem Haus, in dem drei Generationen gewohnt haben – Großeltern/Großonkel, meine Eltern mit uns (damals fünf Kindern) und mein Onkel mit Frau und drei Töchtern.

Dort waren immer Äpfel, schon deshalb, weil mein Großonkel einen Bauernhof hatte und uns die Äpfel körbeweise in den Keller brachte. Damals wusste ich noch nicht, dass ich auf Äpfel reagiere unter anderem eine Niesattacke bekomme, die nicht von schlechten Eltern war. “Obst ist gesund!”, also musste ich essen – ob ich danach Bauchweh hatte oder nicht, das interessierte nicht! Später habe ich dann nur alte Apfelsorten gegessen, die vertrage ich nämlich.


MamS hat Äpfel geliebt. Für ihn mussten immer welche im Haus sein. Jetzt, da er nicht mehr ist, kann es sogar vorkommen, dass Äpfel bei uns faul werden. Die Junioren können sie nicht kauen und ich mag noch weniger Äpfel, weil sie mich so sehr an den geliebten Mann erinnern.

Seit dem Tod sind genau sechs Monate vergangen und ich weiß es zwar, kann es aber immer noch nicht verstehen…

mir fehlen die Worte

…fühle mich nicht in der Lage, meine Lage aufzuzeigen…


Und dann gab es auf mein Blog einen Hackerangriff (hat aber nichts mit meiner Sprachlosigkeit zu tun – ist eher eine ganz andere Baustelle) und so musste der Hoster vorsorglich die Domain sperren – ich hoffe, es funktioniert nun alles wieder – und das auf längere Zeit!

Gipswechsel der vierte und hoffentlich letzte

Oh je, wenn die öffentlichen Verkehrsmittel streiken, dann sollte man tunlichst Zuhause bleiben. Ging aber nicht. Wiebke sollte einen neuen Gips bekommen – den letzten vor der Orthese!

Wir waren pünktlich. Auf die Minute genau! Genutzt hat es uns nichts, denn gewartet haben wir für die anderen mit.

In der Ambulanz der Orthopädischen Uniklinik Heidelberg braucht man Geduld – viel Geduld, das wussten wir. Carsten und Wiebke sind erprobte ‘Warter’ und sind selten quengelig. Meine Freundin, die mitgekommen war ist auch Schlierbach-erfahren und kennt die langen Wartezeiten. Dass es aber so lange dauern würde – um 9:00 sind wir losgefahren und um kurz nach 16:00 waren wir endlich wieder daheim! – das hatten wir nicht gedacht. Alles nur für Gipswechsel und einmal Fuß röntgen…

Jetzt ist es abzusehen, wann Wiebke endlich wieder baden kann. In drei Wochen!


“Wie geht es dir?” Ich werde es desöfteren gefragt und antworte meistens, dass ich es selber nicht weiß. Eins weiß ich jedoch ganz genau – ich halte mich aus und ich hoffe, andere auch!

Veränderungen

Das Leben besteht aus Veränderungen, nicht immer mögen wir sie. Doch, wenn wir sie nicht annehmen, dann sterben wir. Okay so dramatisch ist es nicht. Aber ohne Veränderungen würden wir nicht weiterkommen. Würden immer auf der Stelle treten und wir hätten Stillstand.

Veränderung heißt Entwicklung, Veränderung ist eine Chance zum Neubeginn. Wir lernen neue Menschen kennen, andere besser verstehen und lassen wieder andere hinter uns. Jedesmal ändert sich etwas – etwas in uns, mit uns und unserer Umgebung.

Manchmal werden wir verändert – ich meine das so, dass andere für uns entscheiden, entscheiden wollen oder müssen – dann müssen wir es hinnehmen! Besser ist es selbst aktiv zu werden. Veränderungen von außen lassen uns höchsten reagieren. Selber agieren ist aktiver und viel besser für unsere Ego.

Unsere kleine Familie verändert sich täglich. Heute sind wir noch enger zusammengerückt und wir haben Pläne geschmiedet, die eine Riesenveränderung nach sich ziehen kann, wenn sich der eine große entscheidende Plan verwirklicht. Fragt nicht nach, ich werde über ungelegte Eier nicht berichten. Fasst euch in Geduld, bei Gelegenheit erzähl ich schon…

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