Category: Junioren

Daumen drücken

Von piri, 26. Februar 2010 11:10

Carstens Band — bei der Wiebke eventuell auch mitmachen darf, weil sie riesigen Spaß daran hat — die Band also, hat heute am frühen Abend einen großen Auftritt. Beim Soundcheck werde ich Fotos machen, dann muss ich leider weg. Zu gerne wäre ich beim eigentlichen Konzert dabei …

HANDLE WITH CARE, merkt euch den Bandnamen — das sind ein paar ganz Große! Sie spielen poly cozmic grooves was immer das auch beinhalten mag.

Wir sind alle schon sehr aufgeregt und freuen uns wie Bolle, nur der Sänger liegt noch im Bett und erholt sich von der gestrigen schweren Probe!

Kein Hunger

Von piri, 23. Februar 2010 16:23

… aber immer noch ein flaues Gefühl im Magen. Das kommt nicht vom fasten — aber woher kommt es? Seit sechs Tagen faste ich und es bekommt mir zusehend besser. Zwar falle ich abends ins Bett und bin hundemüde (wie immer), doch wache ich in der Nacht nicht mehr so oft auf, wie zuvor. Das schreibe ich eindeutig dem Fasten zu.

Nach anfänglichem boykottieren hat mir MamS sogar leckere Säfte, die nicht so viel Fruktose enthalten, mitgebracht. Ansonsten trinke ich Tee Roiboschtee, Chai-Tee (den mag ich ganz besonders gerne, Chili-Kakao-Tee und grünen, schwarzen, weißen und sonstigen Tee.  Neben mir steht eine rote Kanne – ich trinke und trinke und trinke und fühle mich gut!

Carstens Bandprojekt steckt nun nicht mehr in den Kinderschuhen. Das wird langsam Zeit. Nachdem ein Musikpädagoge die Leitung übernommen hat, flutsch es. Erste  Auftrittstermine sind schon gebucht und nächstes Jahr spielen sie in der Schleierhalle* Werbung mit Aufkleber, Banner und Flyer gestaltet MamS. Es wird richtig professionell und das was sie spielen kann sich in der Tat hören lassen.

Kennt ihr Station 17? So ähnlich ist es – nur sind sie leider noch nicht so bekannt!

*wenn es nach meinem Sohn geht! — Übrigens ist Wiebke der erste Groupie!

Weißt du

Von piri, 22. Februar 2010 16:17

Kannst du mir…
Was ist das…
Wann können wir…
wie heißt das…
Warum geht das nicht…


Fragen über Fragen – kleine Kinder fragen Löcher in den Bauch. Kleine Menschen in Rollstühlen stehen dem nicht nach. Carsten fragt und fragt, will wissen und erklärt haben…

  • Wie machen die Biathleten das, dass sie beim Schießen nicht daneben ballern? Sind die gar nicht aufgeregt? – Der Puls muss doch rasen!
  • Kann ich auch mal Bobfahren? Wie das wohl im Eiskanal ist?
  • Ob wohl eine Goldmedaille sehr schwer ist?
  • Diese steile Piste würde ich nie runterfahren, wenn dann auch noch Stangen im Weg sind, erst recht nicht!
  • Curling ist wie Dart spielen, nur anders!Wiebke widerspricht: “Nee, das stimmt doch gar nicht!”
  • August Macke

    Von piri, 22. Februar 2010 10:38

    Diese wunderbare Ausstellung von August Macke in Freiburg hat uns alle beflügelt. Ich kannte schon einige Bilder von dem großen Expressionisten und wusste auch, dass mein Vater ein großer Verehrer dessen Bilder war; doch so private Eindrücke haben mich dann doch überrascht. Zum Großteil werden Bilder aus seiner engeren Familie gezeigt. Seine Frau Elisabeth ist ein herrliches Modell. In immer wieder anderen Posen stand sie ihm zur Verfügung. Wiebke haben allerdings besonders die Babybilder seiner beiden Söhne am Meisten beeindruckt. Wenn sie nicht in meiner Nähe war, wusste ich wo ich sie finde — bei Walter, dem Erstgeborenen von Macke. Es ist aber auch ein anrührendes Bild — der Knabe, keine drei Tage alt wird bildlich festgehalten, dass die Urmutter das Kindlein auch sehen kann. (Leider habe ich im www. dieses Bild nicht gefunden.) Lediglich auf einer Postkarte ist es abgebildet. august mackeDafür zeige ich euch ein anderes Bild von Elisabeth und ihrem Sohn. Möglicherweise hat mein Töchting dieses bald in ihrem Zimmer hängen. Nicht als Original, denn das ist sicherlich unverkäuflich und wenn ja, könnte ich den Preis wahrscheinlich nicht bezahlen.

    Während ich so durch die Ausstellung ging, ist mir ein Lichtlein aufgegangen. Ich sah in vielen Bildern, die Bilder meines Vaters wieder und erinnerte mich an ein Bild, dass jahrelang im oberen Treppenhaus meines Elternhauses hing; zwei blaue Frauen im Park  — ein Bild von August Macke.  Vati, der du im Himmel bist, du hast dich gut inspirieren lassen!

    Carsten hat durch seinen Sachverstand — wir haben im Auto über die Zeit des Malers und dessen Tod im ersten Weltkrieg gesprochen — die anderen Museumsbesucher verblüfft. Auch er stand andächtig vor einigen Bildern und quetschte entweder mich oder MamS aus, um mehr zu erfahren.

    Schön war auch, dass niemand Hilfe schrie, wenn die Rollstühle ein bisschen näher an die Bilder kamen. Die Junioren sind es gewohnt und passen gut auf, manchmal besser, als andere Besucher. Da wollte eine Dame ein Bild berühren, das hat Wiebke gesehen und mein Töchting guckte ganz vorwurfsvoll und rief nach mir. Ihr hättet die Frau sehen müssen …

    Und nun auf der nächsten Seite eine kleine Einführung zu August Macke – ganz privat

    Mischmuschkulla

    Von piri, 15. Februar 2010 18:11

    … komisch, mir kommt es so vor, als ob Morgen schon Mittwoch wäre. Liegt’s vielleicht daran, dass der heutige Tag ab dem Nachhausekommen der Junioren, randvoll mit Gequassel und Erzählen war. Beide, Wiebke wie Carsten, haben um die Wette gegeneinander geredet. Wiebke davon, dass sie eine Prinzessin war, mit Schleier und wundervoll geschminkt – nach Hause gekommen ist sie allerdings, rein wie die Unschuld vom Lande. Carsten hat sich mal wieder verliebt; Amelie heißt die Auserwählte (eine FSJlerin [freiwillig soziales Jahr] mit viel Engagement), sie hat ihm eine Maske gebastelt – und das ist keine zum Verstecken, eher eine zum Daherzeigen! :wub:

    Pu, da soll man sich nicht ko fühlen, musste ich doch sehr drauf achten, jedem gerecht zu werden, ohne den einzelnen Faden zu verlieren. „Mama, weißt du was?“ wenn Carsten so fragt, kommt meist ein Kompliment; „Mama, du bist klasse, kannst gut zuhören und auch tollen Kakao machen!“ Was wohl besser ist?


    Mischmuschkulla, ich brauche jetzt Funkstille…

    Schnatter

    Von piri, 10. Februar 2010 08:22

    Das Mundwerk funktioniert, wenn auch mit Anlaufzeit, aber immerhin. Carsten schmiedet Pläne! Die Logopädin ist ja auch da, da kann man sich doch als Mann keine Blöße geben — nee, das geht nicht! Letztens hat er mir gesagt, dass er ‘die Sarah’* zum Anbeißen nett findet. Sie mag ihn auch. — Aber wer mag Carsten nicht?

    Heute ist die Stimme noch sehr kratzig. Mein Sohnemann, der Leadsänger der Band Handle With Care hat somit beschlossen, dass er viel trinken und mindestens bis zum Auftritt 1Pfund an Gewicht zulegen will. Gleich, heute Morgen fängt er damit an. Morgen ist große Probe, bei der ein Video erstellt wird (hoffentlich ist das Fieber runter) und nächste Woche große Generalprobe mit einer anderen Band zusammen und eine Woche später der erste größere Auftritt bei einem kleinen Festival einer kleinen Festivität. Wiebke ist schon ein wenig genervt, zu gerne würde sie bei dem Spektakel teilhaben. MamS und ich überlegen, was sie ganz alleine, ohne Carsten, machen kann …


    *Name geändert

    Wenn du denkst

    Von piri, 9. Februar 2010 08:18

    Denke nie gedacht zu haben, denn das Denken der Gedanken ist gedankenloses Denken. Wenn du denkst, du denkst, dann denkst du nur, dass du denkst. Denn denken tust du nie!

    Gestern Abend habe ich gedacht, dass ich heute Morgen einiges ‘wegschaffen’ kann — zusammen mit meiner Putzperle. Denkste, denn in der Nacht durften wir Bettwäsche wechseln — bei beiden Junioren. Irgendein Virus hat zugeschlagen, auch MamS fühlt sich leicht lätschig.

    Jetzt schlafen sie fest und ruhig, nur der gewissenhafte Vater ist pflichtbewusst zur Arbeit und ich werde mich mit der Waschmaschine verlustieren …

    Denkste, Wiebke ruft und hat … , na was wohl? Noch mehr Wäsche! Bettdecken gibt es keine mehr, nur noch Wolldecken; die halten wenigstens warm.


    Stunden später: Ich habe die Beiden zusammengesteckt. Wenn sie schon krank sind, dann können sie auch zusammen krank sein und ich erspare mir einen Gang. Außerdem haben sie Gesellschaft und können neue Streiche aushecken. Meine Perle war ganz hin und weg von Wiebke (Carsten kannte sie schon und er hatte sie schon mit seinem Charme um den Finger gewickelt). Wiebke mit ihren langen Haaren und dem strahlensten Lächeln, das sie aufsetzen konnte, hat das Herz von Frau F. im Handumdrehen erobert!


    Noch ein Nachtrag: inzwischen könnte ich in dem Zimmer die Heizung abstellen. Eigenartigerweise hocken aber beide friedlich nebeneinander, husten sich was vor und amüsieren sich anscheinend prächtig!