Ich mag sie einfach gerne!
Ich mag sie einfach gerne!
… ins Krankenhaus, will lieber wieder noch einmal einen Sommerabend genießen können.
Einen, bei dem die Sonne zwar untergeht, aber die Nacht nicht kühl oder gar kalt wird. Einen, bei dem wir allesamt auf der Wiese liegen können und Musik hören, die uns allen gefällt. Einen, an dem wir nette Gespräche führen, mit Menschen, die wir erst Minuten vorher kennen gelernt haben. Einen, an dem ich zweimal hintereinander den Traubensaft mit den Füßen umschmeiße und mir dadurch nasse Füße hole. Einen, an dem der Wachdienst darüber lacht und Anekdoten von anderen Konzerten erzählt. Ich wünsche mir einen Sommerabend, an dem ich unbekannte Künstler entdecke, schätzen und deren Musik (lieben wäre zuviel gesagt, aber) verstehen lerne. Hannes Wader und Konstantin Wecker haben entschieden zu kurz gesungen und trotzdem war der Abend schon um halb eins in der Nacht vorbei!
26°C hatten wir um die mitternächtliche Stunde und einen Stau vom Kloster Banz denBerg herunter, der sehenswert war. Rundum glücklich und schlafmüde sind wir ins Bett gefallen, Wiebke mit dem Programmheft im Arm. Carsten hat” Heute hier, morgen da” gesumt, obwohl keiner der Mitwirkenden das Lied gesungen hat. MamS hat kurz während des Konzertes auf der Wiese geschlafen und kam kaum hoch, so steif war er später. Mein Podex tut mir auch ein bisschen weh, Eine Wiese ist halt kein Sofa!
Popcorn schmeckt in Gemeinschaft tausendmal besser und Kellerbier macht warm ums Herz — auch wenn es nur Kellerbierradler war! Mein funkelnagelneuer Strohhut war etwas deplaziert, ein Basecap wäre angemessener gewesen, aber ich liebe dieses Teil mit der Blume achtern — sieht so richtig landfrauenmäßig aus. (Ich werde es am 7. August im Luisenpark vorführen!)
Coburg ist eine schöne Stadt, auch bei 32°C oder mehr Grad im Schatten, das Eis schmeckt dort vortrefflich und Schweinebraten gibt es dort — hmmmm — und Mousse au Chocolat — jamjam. Das Krankenhausessen werde ich links liegen lassen; lassen müssen, wenn ich mein T-Shirt anziehen will, ohne Röllchen zu zeigen.
Ich will nicht ins Krankenhaus, ich will nicht operiert werden. Nicht bei dieser Hitze und überhaupt nicht; ich will nicht!
“Ihr wollt mit den Rollstühlen auf ein Openairkonzert das auf einer Wiese stattfindet? Ist das nicht zu anstrengend?”
Na und? Da merkt man wieder einmal, dass die Fragestellerin keine Ahnung hat — oder jedenfalls nur eine begrenzte Ahnung! Natürlich ist es anstrengend. Aber sollen wir, nur weil es anstrengend ist, den Junioren diesen wunderbaren Konzertabend nicht gönnen? Sie freuen sich doch genauso wie wir. (ich habe Probleme mit der Zeichensetzung; weiß nie, wann ich ein Komma setzen soll und wann ich es weglassen kann!) Also, Carsten und Wiebke freuen sich genauso auf Konstantin Wecker und co. wie wir.
Ich bin schon ganz aufgeregt. Wie wird es sein? Wie wird die Ausschilderung sein? Wie werden die Wege sein? Wo werden wir parken können und wo sitzen und wie werden wir sehen und hören können? Hoffentlich ist das Wetter gut — nicht zu heiß und bitte keine Regenschauer! Was ziehe ich den Junioren an? Was ziehe ich selber an? Nehme ich was zu essen mit oder kaufe dort was?
… dann lassen wir uns dort besingen!
Als kleiner Vorgeschmack schon mal Claudia Koreck mit Schokolad:
Ich freue mich sehr und wenn das wetter so bleibt, wird es ein wunderbares Erlebnis vor toller Kulisse mit bärenstarken Künstlern.