Fortsetzung erwünscht
Maria war eine Frau, die mitten im Leben stand! Alles was sie anpackte klappte. Niemand konnte ein böses Wort von ihr hören, oder etwas Negatives über sie sagen. Aber leider hatte sie bis auf ihre 2 Katzen niemanden, der ihr einmal zuhörte.
Natürlich konnte Maria mit Menschen reden, das tat sie täglich in ihrem Beruf. Rein beruflich hatte sie keine Schwierigkeiten. Sie hatte einen guten Job, nette Kollegen, die einem Schwätzchen nicht abgeneigt waren, doch außerhalb der geschäftigen Umgebung war nichts! Gar nichts! Die Katzen begrüßten sie jeden Abend mit miauen und maunzen, sie wollten spielen. Liebevoll kümmerte Maria sich um ihre verschmusten Stubentiger. Auch erzählte sie ihnen ihren wenig spektakulären Tagesablauf. Doch zuhören war nicht deren Ding, auch wenn sie es gekonnt hätten! Ihr fehlte ein Mensch aus Fleisch und Blut. Zum Anfassen!
Selbst Streiten würde sie lieber, als stumm in der Ecke bzw. warmen Wohnung sitzen zu müssen. Vor langer Zeit hatte Maria mal einen Mann gehabt, der aber ihre Eigenständigkeit nicht akzeptieren konnte. Damals sagte sie sich: “lieber alleine sein, als gedeckelt zu werden!” Das war vor 10 Jahren, mittlerweile hätte sie lieber klein bei gegeben. Solche Gedanken kommen immer wieder, wenn der Tag schlecht gelaufen und sie besonders einsam war.


"Schreiben ist wie küssen, nur ohne Lippen. Schreiben ist küssen mit dem Kopf." Aus Gut gegen Nordwind - Daniel Glattauer 


Du weisst nicht wies weitergehen soll? Ich auch nicht :turn:
Die gute Frau muesste mal so richtig Urlaub machen. Raus aus dem Alltagstrott. Dann finden sich Menschen und manch neues Hobby. Manche brauchen auch eine Katastrophe um was zu veraendern, Unfall oder Krankheit, Tod eines geliebten Menschen, Verlust des Arbeitsplatzes …
Liebe Piri,
ich glaube, ich kann deine Geschichte nicht zu Ende schreiben, weil ich mich manchmal genau so fühle. Und das, obwohl ich so viel zu tun habe, Hobbys habe…
Liebe Grüße aus dem Spinnstübchen von der Gudrun und ihrer Katze
Gudrun schrieb … Heute schon gelacht Mit Pomp und Gloria
Ja genau! — Das ist es ja. Es geht jeder Frau und auch jedem Mann so und trotzdem muss es doch weiter gehen …
Sie sah das Licht von Scheinwerfern eines Autos an der Decke ihres kleinen Zimmers entlanggleiten, die Gardinen gaben ihre gemusterten Schatten dazu. Es war Nacht und sie hatte einen traumlosen Schlaf gehabt und war jetzt aufgewacht, – von dem einsamen Auto, das sich nun entfernte? Sie lauschte nach. In der Ferne vernahm sie durch das offene Fenster den gleichmäßigen Schrittrythmus von Stöckelschuhen, klack, klack, sehr, sehr gleichmäßig. Wann hatte ich das letzte mal Pömps an?, dachte sie, da, plötzlich wieder ein Klinklong, wieso wieder? Ihr wurde bewußt, daß sie das schon zum zweiten mal hörte, langsam ließ sie den Gedanken zu, daß sie davon wohl geweckt wurde, mitten in der Nacht, sie lauschte. Jetzt, ein vorsichtiges Quetschgeräusch. Sie kannte es – von ihrer Couch – aus ihrem Wohnzimmer, keine 6 Meter entfernt. Das konnten unmöglich die Katzen sein.