abonniere

Posts Tagged ‘Carsten’

Carsten meinte heute am Morgen, als sein Vater ankündigt am Abend zu kochen: “Da geh’ ich lieber auswärts essen!”
Wiebke kontert: “Oder Mama kocht Milchreis, aber den Pamp von Papa ess ich nicht!”

Mein Mann war ganz traurig …

    Ein Vogel sitzt im Baum und lacht.
    Er hat sehr lange nachgedacht
    Und sagt zum Nachbarvögelein:
    “Ich glaube, gleich knutscht mich ein Schwein!”

    Darauf der andre Flattermann spricht weise:
    “Ich denk’, du hast ‘ne Meise!”

    Der erste knickert:
    “Stimmt, Liebster.
    Ich habe Dich nur
    leicht verschickert!”

Fast ganz alleine hat mein Sohnemann gedichtet. Nur ganz wenig durfte ich helfen.

Allen, die vom Vuvuzelagetröte genervt sind, wünsche ich Drahtseile — drauf zu tanzen.

… noch ein Lied von ‘Handle With Care’: Behinderte machen mit großer Freude Musik!

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Datei herunterladen
(7,9 MB | MP3)

… und Carsten hat mal wieder eine große Klappe. Ich liebe meinen Sohn, er ist ganz anders, seit er richtig in der Band mitspielt. Zwar kotzt er immer noch und isst fast nichts, aber immerhin hat er seinen Lebensmut wiedergefunden und hält die Zügel der Band fest in seiner kleinen Hand.

Alle vermissen ihn, wenn er mal nicht da ist und Wiebke ist inzwischen das erste Bandmaskottchen geworden. Mitspielen will sie nicht, aber Groupie sein. :heart: In den Trommler ist sie heiß verliebt und flippt schier aus, wenn sie ihn sieht …

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Irgendwie bin ich jetzt ein bisschen durcheinander. Könnt ihr Carsten in Aktion hören?

Datei herunterladen

(7,3 MB | MP3)

Es gibt einen Spruch, der da heißt:

Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung!

Aber ich denke, derjenige, der den Spruch gemacht hat, hat nicht an rollstuhlfahrende Menschen gedacht, die sehr leicht frieren. :rolli:
So sitzen wir immer noch Zuhause und fahren morgen erst weg — kurz nur, nach Franken, nach Bad Windsheim. Da gibt es eine Therme und ein Freilandmuseum und bestimmt auch was zu kaufen. Eventuell sogar Regenkleidung! … und ein schönes Hotel wahrscheinlich auch, indem man lecker Essen kann. Spargel mit Schnitzel oder einfach nur Spargel mit Soße, so wie Wiebke das am liebsten mag …

… dieses Gedicht?

Weil mein Vater bald Geburtstag hätte und weil ich ihn immer noch sehr vermisse. Wahrscheinlich gerade deswegen, weil wir uns gestritten haben, wie die Kesselflicker. Es flogen Fetzen und harte Worte durch die Luft. Es flogen Kissen – aber weniger liebevoll – es flogen Teller, Tassen usw. und zum Schluss haben wir uns dann irgendwann doch wieder in den Arm genommen.

Mein Vater war ein Patriarch, er wusste, konnte, machte, bestimmte alles besser. Oh ja, was habe ich gelitten, wenn ich Widerworte gab und diese nicht anerkannt wurden; was habe ich gekämpft um seine Anerkennung zu bekommen? Er fand immer ein Haar in der Suppe, fand immer, dass ich es noch besser hätte machen können …
Als dann Carsten geboren war, hat er dieses behinderte Enkelkind geliebt, vergöttert, gehegt und umsorgt — so habe ich einiges seiner Liebe durch meinen Sohn bekommen. Carsten war es auch, der ihn, als mein Vater im Wachkoma lag, eine Regung, ein Weinen abringen konnte. Carsten hatte keine Scheu zu ihm ins Bett zu kriechen, den alten Mann zu streicheln, ihn zu küssen und alles zu erkunden, was an Geräten angeschlossen war. Ich glaube mein Vater war stolz auf diesen, seinen ersten Enkel …

Ich sitze jetzt hier und heule, denke an das Pflegeheim, das so gar nicht meinem Vater gerecht wurde. Er, der immer auf Selbstständigkeit bedacht, der unternehmungslustig und weit gereist war, musste fremde Hilfe (die er noch nicht einmal selber aussuchen konnte) in Anspruch nehmen. Bestimmt hat ihm das nicht gefallen. Mir auch nicht, ich fand es menschenunwürdig in einem dunklen Zimmer, ohne seine geliebten Bilder und Fotos seiner Weltreisen dahin zu vegetieren.

Ich kann aber auch das Leid meiner Mutter verstehen; sie hat gelitten wie ein Hund und konnte nichts machen. In dem Haus meiner Eltern gab es keine gute Möglichkeit für die intensive Pfleg… … ich muss aufhören zu schreiben, es nimmt mich zu sehr mit.

Gelauscht:
IMG_9672
“Lass mal hören!” “Ey, das ist gut!” “Wann haben wir den nächsten Auftritt?” “Nächste Woche Dienstag in der Stadtbücherei. … und deswegen muss ich heute noch zur Probe.” “Am Sonntag???” “Ja, aber nur die Sänger!”