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Schlafen

Schlafen tut so gut. Schlafen im Bett. Schlafen auf der Couch, auf der Gartenliege (wenn man mich lässt). Schlafen vormittags und zwischendurch. Im Sonnenschein und nachts im Dunkeln.

Nur; zu viel Schlaf führt zu Schlaflosigkeit am frühen Sonntagmorgen. Obwohl — nach einer Tasse Kaffee könnt ich mich auf die andre Seite dreh’n und weiter gesundschlafen….

Bin immer wieder ganz überrascht, was mein Handy doch alles kann und brauchte nicht mal aufzustehen.

Gedankenchaos pur

… mit allem was dazu gehört!

Eine Website, ein Logo, Taschenkunst, Gedichte, Herbstklamotten einkaufen, Schuhe für die Junioren, Schreibwerkstatt in der nächsten Woche, ein Motorradausflug, Essen einkaufen, Essen kochen, aufräumen,  schlafen, wachen, CFS und unendliche Müdigkeit.

Bunte Wolken im Gehirn, aber kein Händchen die wunderbaren Fabelgedanken auch in Bilder, Worte und Taten zu packen. Wie Blei liegt die Fantasie auf Watte, eingegossen in feste Scharniere. Es dreht sich nicht(s) um mich, ich dreh mich schon genug und denke, taumle, danke…

Mein Auto bei der Inspektion – teuer war’s – jetzt fährt er wieder, der Carlo. Und ein neuer Kurantrag ist unterwegs. Und die Orthesenschuhe… Ein Regencape – nein zwei! Jetzt sind mal andre dran, ich denk an dich und dich und an Rosie, der es schlecht geht …

Müde bin ich und meine Beine sind nicht mehr da – einfach weggeknickt, fort, zentnerschwer meint das Gedankenchaos sich breit machen zu dürfen!

mag sein

Es ist (…*) schon wieder eine Pause anzukündigen und diese dann doch nicht einzuhalten. Es kann sein, dass hier viel passiert oder gar nichts. Zumindest im Haushalt wird gar nichts passieren.

Ich wünschte, ich könnte beamen, mich an die Ostsee beamen, in ein kleines Strandhotel mit Blick von den Klippen auf die tosende See. Ein Wintergarten wäre schön, einer wie er im Mütterkurheim in Dahme ist, mit Liegen und Decken und Menschen, die einen in Ruhe lassen. Niemand will was von mir, noch nicht mal ich selber.

Mir fehlt der frische Wind um die Nase …

 

*(einzusetzen, was passt)

Diesen Beitrag

… hatte ich gelöscht, weil er mir dann doch zu banal und klagend erschien!

peng

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… und jetzt liegt sie da!

Wer? Ich!
Wo? auf dem Sofa.
Warum? weil ich unendlich müde und erschöpft bin.
Weswegen? ja, das frage ich mich auch.
Wie lange? keine Ahnung.
Was soll das? muss mich ausruhen.
Wem nützt das? nur mir.
Wohin führt das? hoffentlich nicht zur Faulheit.
Wann geht es wieder besser? doch wohl bald!
Was wird sein? -
Wieso stehst du nicht auf? werde es gleich tun, muss einkaufen.
Wohin gehst du? zum Lebensmittelhändler meines Vertrauens.
Was kaufst du? Köstlichkeiten für den Kühlschrank
Weswegen? weil wir alle essen müssen.
Warum? gute Frage

…und warum liegst du immer noch so faul rum?


Aber ich habe ihn wieder aus dem Papierkorb geholt, weil mich die Realität überholt hat.

Inzwischen war ich einkaufen und der Kühlschrank ist dennoch leer, denn die Lebensmittel finden den Weg leider nicht alleine rein. Ich schaff es nicht, ich habe es gerade auf’s Sofa zurück geschafft und warte auf die Junioren. In einer halben Stunde muss ich wenigstens soweit sein – mental – körperlich bin ich es, dass ich sie ins Haus holen kann, oder ich bringe beide gleich auf die sonnige Terrasse, kredenze ihnen Cola und Obststückchen samt Keksen und leg mich wieder faul ‘rum’.

Himmelhochjauchzend zu Tode betrübt

» Eigentlich,«
hast du gesagt,
»seht ihr für mich ganz normal aus.«
Nein, wir hinken nicht
und unsere Nasen
sind auch nicht
von Lepra zerfressen.
Aber warum
brauchen wir
ein schlechtes Aussehen
als Beweis für
unsere Krankheit?
Seid doch froh,
dass ihr nicht
in unsren Gesichtern seht,
wie schlecht es uns geht:
IHR WÜRDET ERSCHRECKEN!

Ingrid Kiehl-Krau

Für niemanden erreichbar und sehr allein. Mich hat es wieder einmal der Länge nach hingeschlagen. Weswegen weiß ich schon sehr genau, nur den genauen Grund kann ich, beim besten Willen, nicht nennen. War es das Aufwischen unter dem Esstisch oder das Herumtragen der Junioren? Schlussendlich ist es auch egal zu wissen, was mich mal wieder in die Knie gezwungen hat.

Meine Fingerendgelenke sind dick, wahrscheinlich habe ich leicht erhöhte Temperatur und gucke ein bisschen glasig aus der Wäsche. Für mich kein Problem, weiß ich doch was ich zu machen habe. Einfach einen Gang runterschalten. Nur meine Umwelt, so scheint es mir, hat Schwierigkeiten damit umzugehen. Von mehreren Seiten ist mir heute schon gesagt worden, dass ich doch mal zum Arzt gehen sollte; der würde mir ein Aufbaupräparat verschreiben und ich würde sehen, bald ginge es mir besser. Jemand anderes, ein wohlmeinender Mensch versteht sich, sagte mir; ich solle mal kräftig *ranklotzen*, dann käme der Schwung von ganz alleine wieder. Das ist, durch die Blume gesagt: ich soll nicht so faul sein!

Welcher *normale* Mensch liegt auch zu tagheller Zeit auf dem Sofa? – Doch nur die Faulen oder Kranken – und krank sehe ich, weiß Gott, nicht aus…


© 2012 piri ulbrich | 337 Tage Kuddelmuddel voller worte . | Mit schon 662 Beiträgen. | Manchmal mischt sich hier Fiktion mit Wirklichkeit.