Augeneis
Das Auge sieht ein grünes Reis.
Das alte Lied,
Ganz neu und leis’.
Die Nacht entflieht.
Es bricht das Eis.
Willi Fährmann
Das Auge sieht ein grünes Reis.
Das alte Lied,
Ganz neu und leis’.
Die Nacht entflieht.
Es bricht das Eis.
Willi Fährmann
Aus ganz vielen Steinen, die im Weg liegen, kann man einen Weg bauen. Ich werde erst einmal die Steine sortieren – nach Größe – und dann bei den kleinsten anfangen zu pflastern …
Wenn viele Steine auf einem Haufen liegen
siehst du zuerst nur viele Steine.Wenn viele Steine auf einem Haufen liegen
siehst du keine neuen Wege.Wenn viele Steine auf einem Haufen liegen
siehst du keine Skulpturen
in denen die Wahrhaftigkeit unserer Worte steckt.Wenn viele Steine auf einem Haufen liegen
siehst du nicht den einen Stein,
der dich Wegmännchen bauen lässt.Wenn viele Steine auf einem Haufen liegen
setz einen Stein hier hin, einen anderer hier
- der Weg ist fertig und führt dich zu dir.
Durch den Tannenwald
Durch den Tannenwald
in der Weihnachtszeit
Geht ein Mann, uralt,
ob es stürmt und schneit.
sägt die Bäumchen ab,
trägt sie huckepack
in die Stadt hinaus
bravem Kind ins Haus.Durch den Tannenwald
in der Weihnachtszeit
geht ein Mann, uralt,
ob es stürmt und schneit.
Er ist ein guter Knecht,
er machts allen recht,
und im Wald dort draus
heißt er Nikolaus!
Gedicht ist nicht von mir
Gudrun hat mich inspiriert und ich habe mal die künstlerischen Aquarellpinsel ausprobiert. Bloß habe ich zu wenig Zeit mich mit der Materie gründlich auseinanderzusetzen. Großen Spaß hat es trotzdem gemacht und wenn mich mein Laptop endlich wieder normal arbeiten lässt, dann werde ich mich mal genauer damit befassen…
Lasst eure Träume zum Himmel steigen
auf dass sie uns durch die Nacht leuchten
- als Sterne
Lasst eure Wünsche weit nach oben schnellen
auf dass sie am Firmament strahlen
- als Sonne
Lasst eure Hoffnung wachsen
auf dass sie aufblüht
- als Natur
Lasst eure Worte über’s Land hallen
auf dass sie um uns wehen
- als Wind
Lasst den Menschen in euch regieren
auf dass wir alle werden
- was wir sind
Petra Ulbrich
Hach, ich habe eben einen Engel gesehen – hach, ist das schön – ich konnte ihn sogar knipsen – nur, warum sind diese Himmelswesen so flink und kamerascheu? Man (und auch ich) kriegt sie gar nicht scharf aufs Bild!

Es treibt der Wind im Winterwalde
Es treibt der Wind im Winterwalde
die Flockenherde wie ein Hirt
und manche Tanne ahnt wie balde
sie fromm und lichterheilig wird;
und lauscht hinaus. Den weißen Wegen
streckt sie die Zweige hin – bereit
und wehrt dem Wind und wächst entgegen
der einen Nacht der Herrlichkeit.Rainer Maria Rilke
Ich mag den Weihnachtsmarkt – eigentlich. Ich mag es auch, dort im Stand zu stehen und für die Beschützende Werkstatt zu verkaufen – eigentlich. Auch mag ich es, wenn sich die Budenleute gegenseitig besuchen und ein Schwätzchen halten – eigentlich. Ich mag auch gerne ehrenamtlich tätig sein – eigentlich.
Aber ich mag gar nicht gerne, wenn ich ausgenutzt werde. Und ich mag’s auch nicht gerne, wenn Schietwetter ist. Es regnet, es weht ein starker Wind (lange nicht so schlimm, wie im Norden – aber mir reicht’s). Ich wollte nicht noch mal im Stand stehen und frieren. Außerdem ist der Stammplatz nicht da (der Kiliansplatz wird neu gepflastert) und somit steht die Hütte genau in der Windschneise.
Noch mal aber, ich bin halt ein Lämmlein und lasse mich immer wieder breitschlagen. “Kannst du nicht…? Magst du nicht…? Willst du nicht…?” Eigentlich will ich nicht. Mein Eigentlich ist ziemlich blöd, oder warum geh ich jetzt bald in die Nasskälte, hole mir eine rote Nase und blaue Finger?
Zum Glück habe ich ja den Engel gesehen und auch knipsen können – es kann mir also nichts passieren.