Gestern erst in der Erzieher/innenschule und heute kam der Anruf von der Krankenkasse. Pflegestufe 3 und erhöhter Betreuungsbedarf für Carsten – alles glatt (höhö, hat schließlich ganz schön lange gedauert) durchgegangen. Hört ihr den Stein plumpsen?
Gestern war es gut! Wir waren eingeladen, angehenden Horterziehern etwas über behinderte Menschen zu erzählen.Über Inklusion und Integration wurde diskutiert und was der Unterschied ist. S., ein behinderter junger Mann - Mitglied des Werkstattrates einer Beschützenden Werkstatt und sehr engagiert darin, Menschen Menschen nahe zu bringen – hat ein eindrucksvolles Plädoyer gehalten. Er wurde ganz enthusiastisch, erzählte aber unaufgeregt, wie er Inklusion sieht und wie sie grade gelebt wird. Nämlich kaum!

Die jungen Leute waren ganz perplex und hatten das nicht von behinderten (zumal sie geistig behindert sind) erwartet. Carsten hat sie in den Bann gezogen und Wiebke war ganz schüchterne junge Frau. Ich habe ein bisschen aus unserem Leben erzählt und über unsere Schwierigkeiten im Umgang mit normalen Menschen.
Ich gehe immer gerne in diese Erzieherschule. Wir reden miteinander und können aufklären, dass behinderte Menschen ganz normal sind. Reden hilft – immer!
Gestern Abend habe ich dann endlich baden können, bin früh ins Bett und heute sieht die Welt für mich schon wieder schön aus. Und das, obwohl es draußen stürmt, schräg regnet, össelig kalt ist und der Himmel Trauerkleidung trägt. Ich habe schon eingekauft, auch für Weihnachten, und muss jetzt ins Nass, um die Köstlichkeiten auch ins Haus zu schaffen.
Aber erst mal gibt es Kaffee – ich will ja nicht gleich wieder völlig ausgepowert in den Seilen hängen!