Nachrichten getagged: Hausarbeit

nur Hausfrau

von piri, 4. Februar 2010 11:58

Ich bin nur Hausfrau und habe trotzdem kaum Zeit. Das bisschen Haushalt könnte ich doch mit links schaffen — mache ich auch als Linkshänderin — Kochen bräuchte ich auch nicht. Carsten isst ja bekanntlich nichts und wird mit der Sonde ernährt, Wiebke darf mittags in der Werkstatt essen und MamS könnte doch in die Kantine gehen … und ich? Brauche ich nichts? Momentan mag ich wegen meiner Bauchschmerzen nichts essen, aber wenigsten ein Stündchen zusammen am Esstisch sitzen und klönen, das will ich mit meinem Mann.

Bisschen Matsch schadet nicht und wenn die Rollis leichten Dreck mit rein bringen, dann feudel ich halt schnell mal den Eingang durch. “Halt, Vorsicht nicht da durch krabbeln. Das ist doch noch nass!” Oder Wiebke fährt zum ausziehen ins Wohnzimmer auf den Teppich und lässt ihre Reifen dort abtropfen. Nur schade, dass man diesen Teppich nicht waschen kann.

Apropos Wäsche: wenn Carsten jede zweite Nacht ohne Windeln schläft könnt ihr euch bestimmt vorstellen, dass das Bett nicht unbedingt trocken bleibt. Behinderungsbedingt kann es gar nicht trocken bleiben. Und so wasche ich g’schwind Bettbezug, Bettdecke, Laken, Kopfkissen und Nachtwäsche. Das ist ganz praktisch, denn andere Wäsche fällt auch genug an. Da ein Pullover und da eine Hose, weil’s Töchterchen es nicht mehr rechtzeitig aufs Klo geschafft hat. Wie haben das unsere Mütter nur ohne Trockner ausgehalten? Das Ding möchte ich nicht mehr missen — einmal umfüllen und dann nur noch zusammenlegen.

Ab und zu ein paar Hemden bügeln. Ich rate euch bloß nicht zu lange damit zu warten, denn mit der Zeit werden auch aus feinen Männerhemden große unbezwingbare Berge und diese zu bezwingen kostet ‘ne Menge Überwindung!

“Mama, ich muss heute Abend unbedingt zum Treff!” Mist, gerade heute fährt der Fahrdienst nicht. ” Frau piri, wir haben keine Wechselwäsche mehr und Carsten ist leider ein Malleur passiert. Könnten Sie bitte welche vorbei bringen?” Na klar doch, mache ich doch gerne. Fahre ich schnell mal kurz in die andere Richtung und komme zu spät zu meinem Termin.

Als ich wieder in unsere Straße einbiege sehe ich gerade noch den Schornsteinfeger davon fahren und ahne, dass er mir einen Zettel an die Tür geklebt hat. Er kommt morgen zwischen 8:00 und 12:00 — schön, was fange ich an in der Zeit. Eigentlich wollte ich da meinen Großeinkauf starten. Aber als Hausfrau hat man ja Zuhause zu sein.

Kaffee habe ich heute morgen vergessen zu besorgen. Nicht für mich, ich vertrage ihn grade sowieso nicht, aber mein Mann freut sich wenn er nach Hause kommt, auf eine gute Tasse Kaffee. Mit Tee, den ich pfundweise gekauft habe, kann ich ihn aus dem Haus jagen — und das will ich nicht. Ihr ahnt sicherlich schon, was ich jetzt gleich mache.

Bis dann …

Schneetreppe

von piri, 11. Januar 2010 12:02

Unsere Treppe vor dem Haus ist im Winter nicht meine Lieblingstreppe:
schneetreppe

Sie ist aus Holz und ziemlich rutschig außerhalb der Gummimatten. Heute Nachmittag kommt die Leselehrein von Carsten, sie ist gehbehindert und muss sich am Geländer festhalten. Deswegen bin ich dabei eine eisfreie Zone zu schaffen. Leichter geschrieben, als tatsächlich getan. Mangels Streusalz, habe ich einfach Spülmaschinensalz auf die Stufen verteilt und nach und nach schmilzt die Herrlichkeit dahin. Jetzt werde ich nur noch auf den Gehweg den Schnee fegen, dann darf das Lernen beginnen!

Kalt ist es

von piri, 14. Dezember 2009 15:06

… und das nicht nur draußen — unsere Heizung spinnt. Beim Heizungsbauer habe ich nur den Anrufbeantworter erwischt und nun hoffe ich sehr, dass eine Person aus Leib und mit Seele, das Telefondingens abhört und uns eine warme Bude zaubert!


Nachtrag um 19:00Uhr: Es wird wieder warm und der Monteur hat ganze Arbeit geleistet. Ein Ventil ausgetauscht und am Steuerungsgerät irgendwas geändert. Carsten hat mit Decke gekuschelt und Wiebke hat sich einfach ins Bett gelegt …

Fleißig

von piri, 26. November 2009 20:35

… da die ersten Kekse, Plätzchen, Gutsle, Naschwaren schon am nächsten Tag verschwunden waren, habe ich heute frei genommen und den Nachmittag aus eigenem Antrieb in der Küche verbracht und habe gebacken. Ganz viel!

    5 verschiedene Sorten:

  • Mokkaecken
  • Fruchtschnitten
  • Ausstechele
  • Kokosmakronen
  • Schwarzweißgebäck — das mache ich nie wieder, das ist viel zu viel G’schäft

Nebenbei habe ich eine fabelhafte Gemüsesuppe gezaubert — hat allen gut geschmeckt. Carsten hat zwar nichts gegessen, schnüffelte und sagte, dass sie gut riecht. Jetzt bin ich g’schafft und legt mich gleich mit einem guten Buch ins Bett.

Montagmorgen

von piri, 16. November 2009 08:00

KAFFEE … die Woche beginnt und das ist gut so. Nicht, dass ich die Wochenenden nicht mag, aber der Wochenanfang ist für mich der Verschnauftag. Wenn Montagmorgen meine Familie das Haus verlassen hat, dann habe ich eigentlich viel zu tun, muss den Dreck der Sonntagsspaziergänge entfernen – gerade in Zeiten des Matsches bringen Rollis eine Menge Schmutz, Laub und Erde mit ins Haus. Aber bevor ich anfange zu putzen, setzte ich mich ganz still in eine Ecke, trinke meine zweite Tasse Kaffee, hole mir eventuell die Tageszeitung schon aus dem Briefkasten und verweile. Nebenbei arbeitet Minna, meine Waschmaschine und wäscht Carstens Bett. Er hat ‚ohne’ geschlafen; ohne Windel und somit ist es notwendig, dass meine elektrische Haushaltshilfe schon so früh ran muss.

Aber erst trinke ich Kaffee. Kaffee mit Kakao, viel Kakao, echten Kakao – ich liebe diese bittere Note. Und dann fange ich an. Mache den Dreck der anderen weg, meinen auch. Ich bin nicht immer froh damit. Wenn mir dann aber einfällt, dass MamS eine Zeitlang sehr ungern zur Arbeit gegangen ist, dann bin ich dankbar, dass ich nicht zu Kollegen muss, die mir mit ihrer Oberflächlichkeit auf den Wecker gehen. Traurig bin ich trotzdem manchmal darüber, dass ich alleine bin. Alleine arbeite, ganz für mich, nur mit dem Radio als Hintergrundgedudel.

… und dann fange ich an zu trödeln. Kriege nichts auf die Reihe, komme nicht in die Drogerie, um Waschpulver einzukaufen; zum Bäcker, Brot zu holen und Kartoffeln und Würstchen besorge ich auch nicht. Bin ganz in meinen Gedanken verfangen …

Das soll mir heute nicht passieren. Heute fange ich gleich an. Erst noch schnell die Tasse leer trinken, die Fenster schließen – es wird langsam kalt – und dann geht’s los. Wochenbeginn, Montagmorgen, ran an die Arbeit!

Küchenimpressionen

von piri, 15. November 2009 15:19

5 Minuten knipsen … nach, vor und beim kochen!

Ausmisten

von piri, 11. November 2009 14:03

Beim Schränke ausmisten, ist mir wieder einmal aufgefallen, wie viel unnützes Zeug ich doch habe. Sachen, die ich irgendwann in meinem Leben für wahnsinnig wichtig erachtet habe; darunter Sachen, die ich nie gebraucht habe. Ganz besonders Klamotten!

Ich habe da einen Pullover, für den habe ich einmal viel Geld hingelegt und kein einziges Mal angehabt – immer dachte ich, das ist jetzt nicht die richtige Gelegenheit für so ein teures Stück! Entweder war es zu warm, oder die Farbe passte nicht zum übrigen Outfit, oder … Mein Göttergatte meinte letztens, als ich ihm das Teil vorführte, nur: „Damit siehst du um 5 Jahre älter aus!“ …und somit war der Fall für mich erledigt!

Jetzt liegt der Pulli im Sack fürs Diakonielädle, in Gesellschaft von einer Jeans, in die ich noch nicht mal mehr mit einem Schuhanzieher reinkommen würde. Ein Sommerkleid, dessen Knöpfe ich diesen Sommer gesprengt hatte, und eine Fellimitatjacke (sind ist zwar richtig, hört sich aber doof an) ist von mir auch noch drin. Der Rest sind diverse Krawatten, einige Sakkos und feine Hosen von dem Mann an meiner Seite. – Ich verstehe immer noch nicht, wie ein Mann so viele Schlipse anhäufen kann? Was für Frauen (angeblich) Schuhe sind, sind für MamS seine Bändchen um den Hals…