Tag Archiv: Männer

nicht nur blockiert

Da habe ich mich hingesetzt, um einen Rock für mich zu nähen – so ganz ohne Schnitt und einfach easy. Dachte ich!
Nebenbei ist mir eingefallen, das Gästebett abzuziehen und zu waschen.
Dann habe ich das Gästebad angeguckt und gemeint, ich könnte es g’schwind putzen.
Handtücher in die Waschküche …
Dort lag Bügelwäsche …
… und Carstens Bett (er hat diese Nacht ohne Windel geschlafen) musste auch in die Waschmaschine.
Aber dann, ran an die Nähmaschine …
Denkste!
Wiebke ruft nach mir, sie möchte Kakao!
Die Wäsche ist fertig!
Bettbezüge aufhängen.
Matratzenschoner und Bettdecke in den Trockner.
Halt – das Kissen nicht vergessen.
Wiebke hat in die Hose gepinkelt – aber nur ein ganz klein wenig – trotzdem umziehen.
Dunkle Wäsche waschen, darunter auch die Pisshose.
Ich hole mir mein Buch, das mit der Giraffe:

Der Hals der Giraffe

Anpassung ist alles, weiß Inge Lohmark. Schließlich unterrichtet sie seit mehr als dreißig Jahren Biologie. Daß ihre Schule in vier Jahren geschlossen werden soll, ist nicht zu ändern – in der schrumpfenden Kreisstadt im vorpommerschen Hinterland fehlt es an Kindern. Lohmarks Mann, der zu DDR-Zeiten Kühe besamt hat, züchtet nun Strauße, ihre Tochter Claudia ist vor Jahren in die USA gegangen und hat nicht vor, Kinder in die Welt zu setzen. Alle verweigern sich dem Lauf der Natur, den Inge Lohmark tagtäglich im Unterricht beschwört. Als sie Gefühle für eine Schülerin der 9. Klasse entwickelt, die über die übliche Haßliebe für die Jugend hinausgehen, gerät ihr biologistisches Weltbild ins Wanken. Mit immer absonderlicheren Einfällen versucht sie zu retten, was nicht mehr zu retten ist.

…sehr empfehlenswert!

Carsten nöckelt, aber MamS kümmert sich um den Zornbolzen.
Wiebke ist ganz fürsorglich und will ihn trösten – er ignoriert sie und sie ist untröstlich beleidigt.

Ich stelle die Nähmaschine wieder ins Eck!

… Montag wird genäht, dann sind alle wieder unterwegs (die Ferien sind vorbei) – die Junioren im Förder- und Betreuungsbereich und MamS im Büro.

zeige »

Außerdem ist mir furchtbar kalt – ich friere und mein Nacken schreit: KAKAO

Feuer oder was für Kuddelmuddelgedanken?

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Erwartungen geschehen

nichts erwarten
nichts besitzen
nichts einfordern
nichts erhoffen?

nur erleben
einfach lassen
was geschieht
– geschieht!

© Petra Ulbrich


Mit großem Getöse rückt die Feuerwehr aus! Erst stürmen junge Leute mit vollem Karacho die Feuerwache, die Reifen quietschen, die Kleinwagen stauen sich auf dem Parkplatz hinter der Halle und schon heult die Sirene – irgendwo brennt es im Dorf und wir sind mittendrin!

Wir wohnen fast genau gegenüber und haben das Vergnügen des Krawalls jeden Mittwochabend während der Jugendfeuerwehrprobe und – ochGott, ich weiß gar nicht wann – während der Hauptprobe! Aber heute sind sie ausgerückt um endlich mal ernst zu machen.


Mein PC war kaputtTotalschaden – alles futsch – auch die Feuerwehr konnte da wenig helfen. Ich habe sie auch gar nicht gefragt. MamS hat mir eine neue Festplatte eingebaut und nun sitze ich hier und installiere alle Programme (ja, nur die, die ich auch wirklich brauche) neu. Das übt, ihr glaubt es nicht. Bald bin ich so fit, wie mein Göttergatte. Aber will ich das wirklich? Möchte ich nicht auch ein bisschen hilflos tun und mit Augenaufschlag seine Hilfe einfordern?


Die Welt bedarf der mütterlichen Frau; denn sie ist weithin ein armes, hilfloses Kind.
Gertrud von Le Fort

Mütterlich bin ich gewiss, aber so hilflos, wie ich manchmal vorgebe, bestimmt nicht.


In eine Schublade lasse ich mich nicht stecken, denn dazu bin ich dann doch zu sehr Individualistin.


Wow, ist das ein Durcheinander! Mir gefällt es – ich bin ganz, bin voll und ganz dabei.


Nachtrag am Abend: Warum die Feuerwehr ausgerückt ist, weiß ich jetzt auch. Zwischen Flein und der Nachbargemeinde ist ein Bus auf der Waldstrecke mit einem Pkw zusammengestoßen und dabei wurde ein Mensch getötet.

wissen müssen

Nachher

Hätte ich doch
vorher wissen müssen.
Wusste es auch.
- Eigentlich.

Aber wer will sich schon
selber glauben.

©Petra Ulbrich

auf der Autobahn

Ich hätte es eigentlich wissen müssen; mit MamS Klamotten einkaufen, das geht nicht gut. Wir haben einen – um es ‘fornehm’ auszudrücken – vollkommen konträren Geschmack, wenn es ums Anziehen geht. Oder; ich könnte einen Kartoffelsack anziehen und mein Gatte sagt immer noch, dass es sehr gut aussieht.

Ergo, habe ich weder einen Mantel, noch einen Pullover oder T-Shirt. Lediglich 2 Schlüpper und ein Unterhemd konnte ich heimtragen (lassen). Könnt ihr mit euren Männern shoppen gehen oder gibt das ein ähnliches Fiasko? Es soll welche geben, habe ich mir sagen lassen, die gute Einkaufsberater sind…

Klamotten

Mein Schrank ist fast leer!

Wirklich, nicht nur gedacht. Nein, tatsächlich habe ich Zweidrittel der Klamotten, weil sie entweder zu klein oder rott waren, weggeworfen. Ich hatte sowieso nicht viel anzuziehen, jetzt ist es kaum noch was. Aber ich gehe so ungern einkaufen…

Ich wünsch mir was! Ich wünsche mir eine Einkaufsberatung: Jemanden, der (am besten wäre es, eine sie) also, die mit mir durch die Läden streift und die mir auf den Kopf zusagt, dass das nichts für mich ist und das genau das Richtige. Aber ich habe hier niemanden, keine Freundin, die stilsicher ist. Meine kleine Schwester könnte ich mir vorstellen, dass sie mich berät, aber uns trennen 400km. …und ob sie Zeit hat?

Wenn die Junioren mit einer tollen Reisegruppe auf Teneriffa sind, dann hätte ich eine knappe Woche frei – es sein denn, MamS würde Urlaub kriegen — und ich könnte in jedes Outlet der Umgebung fahren. Aber mit meinem Gatten kann ich nicht einkaufen gehen. Das wird erstens teuer und zweitens was für’n Schrank…

Außerdem will ich aus den ewigen Jeans raus. Bin keine 30 mehr und fühle mich dennoch nicht wie 60. Es muss doch was dazwischen geben. Nicht zu damenhaft, nichts für Mädchen und nicht zu streng — etwas für mich! Keine Ultraminis und auch keine Maxiröcke, keine Schlabberhosen und auch keine Leggings — ich hasse diese engen Hosen, wo sich jede Falte abzeichnet. Kein Schwarz, kein Weiß. Kein Rosa oder Orange, grün auch nicht unbedingt. Dafür darf es gerne Blau in jeder Schattierung sein. Nur keine Rüschen und kein Schichi (?). Ausgefallen darf es sein und witzig, von mir aus elegant und schick; zweckmäßig und leicht zu pflegen; einfach, aber mit Pfiff…

HILFE, mein Schrank ist leer – ich hab’ nichts anzuziehen!


:fisch: oh, die Werkstatt hat angerufen — ich darf beide abholen, weil es ihnen nicht gut geht! Na, zum Glück bin ich nicht mehr so müde, mein husten bellt nicht mehr und schniefen ist nur jede halbe Stunde angesagt.

Du Mama

“Du, Mama, wenn du nächste Woche nicht da bist, wer macht uns dann das Vesper?” Ausgerechnet Carsten fragt das. Er isst sowieso nichts, hat aber vermutlich Schiss, dass Wiebke verhungert. “Meinst du, Papa kann das nicht?” “Doch, aber er macht immer so viel!” Hmm, da werde ich wohl noch einmal mit MamS sprechen müssen. Seine Vesper sind legendär, aber wirklich was für starke Männer und nichts für Menschen, die im Rolli sitzen.

“Du, Mama, wenn du wiederkommst, dann ist ja schon Herbst. Müssen wir dann heizen?” Ich weiß, dass beide nicht gerne frieren, aber ihr Vater friert auch nicht gerne und ganz bestimmt müssen sie nicht bibbern und Zähneklappern.

Heute ist jedenfalls noch einmal Septembersommer, Schäfchenwolkenhimmel und Eiszeit.
Gebügelt habe ich auf der Terrasse 15 (!) weiße Oberhemden, diverse T-Shirt, Hosen und Blusen. _ Jetzt ist Schluss, jetzt schnapp ich mir mein Buch von Paula Fox Was am Ende bleibt (ich mag unaufgeregte ruhige Romane), nehme mein Tässchen Kaffee und mache es mir, bevor die Junioren um 16 Uhr kommen, noch einmal ganz entspannt draußen gemütlich …

MamS fragt

Ein fragender Blick trifft mich heute morgen im Bad von meinem ehemaligen Geliebten, als er meine Schublade sieht: “Findest du darin eigentlich überhaupt was wieder?”  “Es ist doch alles aufgeräumt!” “Ich möchte mal sehen, ob andere Frauen auch so ein Durcheinander in ihren ‘Kosmetikdingens’ haben?”

Habt ihr eine spezielle Ordnung, oder fliegt bei euch alles wild durcheinander?

© 2012 piri ulbrich | 344 Tage Kuddelmuddel voller worte . | Mit schon 675 Beiträgen. | Manchmal mischt sich hier Fiktion mit Wirklichkeit.