Tag Archiv: Männer

Klamotten

Mein Schrank ist fast leer!

Wirklich, nicht nur gedacht. Nein, tatsächlich habe ich Zweidrittel der Klamotten, weil sie entweder zu klein oder rott waren, weggeworfen. Ich hatte sowieso nicht viel anzuziehen, jetzt ist es kaum noch was. Aber ich gehe so ungern einkaufen…

Ich wünsch mir was! Ich wünsche mir eine Einkaufsberatung: Jemanden, der (am besten wäre es, eine sie) also, die mit mir durch die Läden streift und die mir auf den Kopf zusagt, dass das nichts für mich ist und das genau das Richtige. Aber ich habe hier niemanden, keine Freundin, die stilsicher ist. Meine kleine Schwester könnte ich mir vorstellen, dass sie mich berät, aber uns trennen 400km. …und ob sie Zeit hat?

Wenn die Junioren mit einer tollen Reisegruppe auf Teneriffa sind, dann hätte ich eine knappe Woche frei – es sein denn, MamS würde Urlaub kriegen — und ich könnte in jedes Outlet der Umgebung fahren. Aber mit meinem Gatten kann ich nicht einkaufen gehen. Das wird erstens teuer und zweitens was für’n Schrank…

Außerdem will ich aus den ewigen Jeans raus. Bin keine 30 mehr und fühle mich dennoch nicht wie 60. Es muss doch was dazwischen geben. Nicht zu damenhaft, nichts für Mädchen und nicht zu streng — etwas für mich! Keine Ultraminis und auch keine Maxiröcke, keine Schlabberhosen und auch keine Leggings — ich hasse diese engen Hosen, wo sich jede Falte abzeichnet. Kein Schwarz, kein Weiß. Kein Rosa oder Orange, grün auch nicht unbedingt. Dafür darf es gerne Blau in jeder Schattierung sein. Nur keine Rüschen und kein Schichi (?). Ausgefallen darf es sein und witzig, von mir aus elegant und schick; zweckmäßig und leicht zu pflegen; einfach, aber mit Pfiff…

HILFE, mein Schrank ist leer – ich hab’ nichts anzuziehen!


:fisch: oh, die Werkstatt hat angerufen — ich darf beide abholen, weil es ihnen nicht gut geht! Na, zum Glück bin ich nicht mehr so müde, mein husten bellt nicht mehr und schniefen ist nur jede halbe Stunde angesagt.

Du Mama

“Du, Mama, wenn du nächste Woche nicht da bist, wer macht uns dann das Vesper?” Ausgerechnet Carsten fragt das. Er isst sowieso nichts, hat aber vermutlich Schiss, dass Wiebke verhungert. “Meinst du, Papa kann das nicht?” “Doch, aber er macht immer so viel!” Hmm, da werde ich wohl noch einmal mit MamS sprechen müssen. Seine Vesper sind legendär, aber wirklich was für starke Männer und nichts für Menschen, die im Rolli sitzen.

“Du, Mama, wenn du wiederkommst, dann ist ja schon Herbst. Müssen wir dann heizen?” Ich weiß, dass beide nicht gerne frieren, aber ihr Vater friert auch nicht gerne und ganz bestimmt müssen sie nicht bibbern und Zähneklappern.

Heute ist jedenfalls noch einmal Septembersommer, Schäfchenwolkenhimmel und Eiszeit.
Gebügelt habe ich auf der Terrasse 15 (!) weiße Oberhemden, diverse T-Shirt, Hosen und Blusen. _ Jetzt ist Schluss, jetzt schnapp ich mir mein Buch von Paula Fox Was am Ende bleibt (ich mag unaufgeregte ruhige Romane), nehme mein Tässchen Kaffee und mache es mir, bevor die Junioren um 16 Uhr kommen, noch einmal ganz entspannt draußen gemütlich …

MamS fragt

Ein fragender Blick trifft mich heute morgen im Bad von meinem ehemaligen Geliebten, als er meine Schublade sieht: “Findest du darin eigentlich überhaupt was wieder?”  “Es ist doch alles aufgeräumt!” “Ich möchte mal sehen, ob andere Frauen auch so ein Durcheinander in ihren ‘Kosmetikdingens’ haben?”

Habt ihr eine spezielle Ordnung, oder fliegt bei euch alles wild durcheinander?

Wundertüte Mann

Manches Mal sind Männer doch wahre Wundertüten; so auch mein Mann.

Voller Musik komme ich vom Einkauf nach Hause, da empfängt mich eine andere dort! Eine Musik aus meiner Jugend. Summertime (Janis Joplin) und wenig später Je T`aime von Michel Polnareff. Ich mag beide sehr gerne!

…wozu doch ein Computeraufräumen gut ist! Mams sortiert immer noch Musik für sein Handy.

© 2012 piri ulbrich | 440 Tage Kuddelmuddel voller worte Mit schon 797 Beiträgen. | Manchmal mischt sich hier Fiktion mit Wirklichkeit.