Klamotten
Mein Schrank ist fast leer!
Wirklich, nicht nur gedacht. Nein, tatsächlich habe ich Zweidrittel der Klamotten, weil sie entweder zu klein oder rott waren, weggeworfen. Ich hatte sowieso nicht viel anzuziehen, jetzt ist es kaum noch was. Aber ich gehe so ungern einkaufen…
Ich wünsch mir was! Ich wünsche mir eine Einkaufsberatung: Jemanden, der (am besten wäre es, eine sie) also, die mit mir durch die Läden streift und die mir auf den Kopf zusagt, dass das nichts für mich ist und das genau das Richtige. Aber ich habe hier niemanden, keine Freundin, die stilsicher ist. Meine kleine Schwester könnte ich mir vorstellen, dass sie mich berät, aber uns trennen 400km. …und ob sie Zeit hat?
Wenn die Junioren mit einer tollen Reisegruppe auf Teneriffa sind, dann hätte ich eine knappe Woche frei – es sein denn, MamS würde Urlaub kriegen — und ich könnte in jedes Outlet der Umgebung fahren. Aber mit meinem Gatten kann ich nicht einkaufen gehen. Das wird erstens teuer und zweitens was für’n Schrank…
Außerdem will ich aus den ewigen Jeans raus. Bin keine 30 mehr und fühle mich dennoch nicht wie 60. Es muss doch was dazwischen geben. Nicht zu damenhaft, nichts für Mädchen und nicht zu streng — etwas für mich! Keine Ultraminis und auch keine Maxiröcke, keine Schlabberhosen und auch keine Leggings — ich hasse diese engen Hosen, wo sich jede Falte abzeichnet. Kein Schwarz, kein Weiß. Kein Rosa oder Orange, grün auch nicht unbedingt. Dafür darf es gerne Blau in jeder Schattierung sein. Nur keine Rüschen und kein Schichi (?). Ausgefallen darf es sein und witzig, von mir aus elegant und schick; zweckmäßig und leicht zu pflegen; einfach, aber mit Pfiff…
HILFE, mein Schrank ist leer – ich hab’ nichts anzuziehen!
:fisch: oh, die Werkstatt hat angerufen — ich darf beide abholen, weil es ihnen nicht gut geht! Na, zum Glück bin ich nicht mehr so müde, mein husten bellt nicht mehr und schniefen ist nur jede halbe Stunde angesagt.


Mittwoch, 5. Oktober 2011 12:19 

"Schreiben ist wie küssen, nur ohne Lippen. Schreiben ist küssen mit dem Kopf." Aus Gut gegen Nordwind - Daniel Glattauer 

