die Würde des Menschen

… ist unantastbar. 

Wir schniefen alle, sind alle verschnupft und haben ein Kratzen im Hals. Fieber hat niemand. Nur so richtig gesund sind wir nicht. Auch ich nicht!

Was hat das jetzt mit Würde zu tun? Ich weiß jetzt schon, dass diese Nacht eine harte für mich wird. Der Kerle quietsch, er redet gedrosselt und ist gerade sehr unruhig eingeschlafen. Das Töchting schläft seit Wochen wenig entspannt, ich selbst habe eine rotgeriebene Clownsnase, die obendrein teuflisch juckt. Ich sollte schlafen gehen. Die Würde steht immer noch als Frage im Raum! 

Vermutlich ist es so – ein Erfahrungswert –, dass ich, kaum liege ich im Bett und bin einigermaßen warm geworden, aufstehen muss, weil jemand in den oberen Zimmern jammert. Natürlich tue ich das. Aber ich bin selbst angeschlagen und prinzipiell beute ich mich wieder einmal aus. 

Versteht ihr? Ausbeutung ist würdelos. Bisschen weit hergeholt? Aber werden nicht alle pflegenden Angehörigen in gewisser Weise ausgebeutet?

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27. Okt.  –  5:45 Uhr:  Alles wie vorhergesehen! Dass ihr uns gute Besserung wünscht, weiß ich. Danke dafür! Mal schauen, was der Tag bringt? Hustend bin ich nicht so belastbar, und wenn dann noch die volle Bandbreite Niesen in mein Gesicht spritzt, dann … Aber das müsst ihr euch jetzt denken!  

warum einfach, wenn es auch umständlich geht

Die Geschwister haben sich ins Jungszimmer verzogen. Zum Kerl habe ich gesagt: „Wenn du was brauchst, ruf!“ Da war das Töchting noch nicht dort. Kurze Zeit später kommt sie zu mir angerollt und meint: „Caca hat dir was zu sagen.“ Ich geh rein: „Du, Mama, die Wiwi muss aufs Klo.“ Töchting: „Es ist auch nur ein ganz winziger Tropfen in der Unterhose!“

Montagsherz

… Angst, Panik, viel zu viel im Kopf, um die Ohren und sonst noch dies und das!

Der Kranz hängt an unserer Haustür …

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Veräppelt fühle ich mich  – aber ich bin selbst schuld! Kaum hat jemand ein Problem, bin ich Anlaufstelle und öffne mein Ohr und höre geduldig zu. Auch dann noch, wenn‘s nur so sprudelt. Heute am Morgen die Junioren – das war ja noch vergleichsweise harmlos – dann kam‘s ein bisschen doller. Okay, ich prokrastiniere meine eigenen Sorgen und helfe (außerhalb) auch kurzfristig Klarheiten zu finden. Aber ich stochere im dichten Nebel herum, wer hilft mir da raus? Ach, wäre doch noch Wochenende!

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Andere schöne Herzen gibt‘s bei der Initiatorin Anne zu sehen!

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