Bücher, Kuddelmuddel

keine Lust

  • auf Blog (kann sich schnell wieder ändern)
  • auf unsinnige Gespräche 
  • auf Geplänkel 
  • auf Hände im Teller, auch wenn’s die meiner Kinder sind
  • auf wuppa (fragt nicht, es ist dummes Zeug)
  • ja, auf dummes Zeug habe ich auch keine Lust
  • auf Smalltalk sowieso nicht 
  • auf eine Sprache, die ich nicht verstehe
  • auf Horoskope, Esoterik etc. pp

Stattdessen hätte ich große Lust auf ein Gespräch über Kunst und so und über das Buch, das ich gerade lese: Fünf Tage im Licht, es ist sehr leicht zu lesen und doch ertappe ich mich dabei immer die Suchmaschine in Anspruch zu nehmen, um zu gucken welches Bild gerade gemeint ist. 

Alltag, Behinderung, Gedankenchaos

Kunstbanausen

Wenn man mit Kunstbanausen verreist, dann ist es kaum möglich, eigentlich gar nicht, das Otto Dix Museum zu besuchen: „Mit dieser Art Kunst kann ich nichts anfangen!“ Zwei Frauen – eine alte und eine mittelaltjunge – ziehen Schnute, da hilft auch des Kerles Erklärung nicht, dass er nicht mehr wuppa macht. Die Damen haben keine Lust. Die kleine Gruppe teilen, ist leider auch nicht möglich – das Töchting bleibt nicht bei der anderen Frau. Na ja, dann ist dem eben so!

Darf ich deswegen traurig sein? Mir entgeht vieles, was ich machen möchte. Mir entgeht es freiwillig – traurig bin ich dennoch um die verpassten Chancen. Was wäre die Alternative? Den Mitreisenden etwas aufzwingen? Alleine bleiben können sie nicht, ergo kann ich nicht alleine ins Museum.

Manchmal möchte ich noch rabiater meinen/unseren Alltag schildern – aber ob das tatsächlich geglaubt wird? Oder ob mir Effekthascherei vorgeworfen wird? Ansatzweise nachvollziehen, kann das tatsächlich nur jemand, der in einer ähnlichen Lage steckt …

Behinderung, Gedankenchaos

Unterwegs – Bodensee


Leute, mit zwei Rollstuhlfahrenden und einer ausgesprochen vergesslichen älteren Dame unterwegs zu sein, ist schon eine kleine logistische Meisterleistung. Dabei war das Wetter wirklich gut! Nur leider war die Dame nicht gut zu Fuß und benötigte immer wieder eine Sitzgelegenheit für eine kleine Verschnaufpause. So kamen wir zwar voran, allerdings im ermüdenden Schneckentempo.

Welcher Teufel hat mich da bloß geritten, als ich das geplant hatte.