Gedicht

Gedicht geschenkt bekommen

Bei Petra ist viel Mut zuhause in vielen bunten Farben.
Mut, der nicht zögern lässt und sich ganz viel traut.
Wagemut, der riskiert und Breschen schlägt.
Sanftmut, zart, weich und umhüllend.
Unmut, wenn es unzumutbar wird.
Mutlosigkeit vielleicht manchmal, kommt es gar zu dicke, aber Wurzeln schlägt sie nicht.
Wehmut, die Schmerzhaftes zulässt und nicht wegwischt.
Demut, die bejahend annimmt und das Beste gibt.
Und vor allem immer liebevolle Mut-ter

Die Schreiberin hat dazu geschrieben: Schon auf dem Weg zu dir haben Wortbilder mich ständig umkreist und über die Tage Gestalt angenommen.

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Ich sage A. K. meinen herzlichsten Dank für diese wundervollen Zeilen. Ich bin sehr berührt!

Behinderung, Familie, Gedankenchaos

manchmal muss man Hilfe annehmen

Es ist so, dass ich große Angst vor Behörden habe. Briefe zu öffnen fällt mir schwer, und noch größere Angst habe ich vor dem Telefonieren.

Heute habe ich mir Hilfe erbeten und auch bekommen: Eine junge, smarte Sozialarbeiterin hat für mich angerufen und tatsächlich auch alles klären können. Nennt es feige: Aber wer zugibt, feige zu sein, hat Mut!

Alltag, Behinderung

warum

Warum schreibe ich Beiträge, die nicht kommentiert werden können und doch jeder lesen kann?

Ich hätte schon sehr gerne Resonanz auf diese Artikel, aber ich scheue die Kommentare. Ehe etwas kommt, was mich zusätzlich triggert und ich mich rechtfertigen müsste, mache ich lieber dicht. Mehr und mehr ist mir das gesamte Internet ein Schaulaufen geworden, oft nichts-sagende Worthülsen. Sogar in Foren, in denen pflegende Angehörige sich austauschen können, ist der Konkurrenzkampf groß – jede*r hat das schwerste Schicksal zu tragen!

Mir liegt es fern Mitleid zu heischen (mag eine*r das so sehen), ich möchte nur aufzeigen, welche Kräfte manchmal auf mich einwirken. Wie ich alles schaffe ist nicht mal mein Geheimnis – weil ich es selber nicht weiß. Ich möchte meine Gedanken einfach nur loswerden! Leider habe ich die Erfahrung gemacht, dass mir meine Stärke – und ich sehe meine Kraft als Stärke – als Arroganz ausgelegt wird, ich angegriffen werde und ein Shitstorm aufkommt. Dabei möchte ich allgemein eine Lanze für pflegende Angehörige brechen und aufzeigen, dass die meisten von ihnen Bärenkräfte, einen irren Mut, wenig Unterstützung und kaum Selbstvertrauen haben, weil sie denken: Es müsste noch viel perfekter gehen!