Frage zum ach

Wie komme ich jetzt vom ach wieder weg? Nein, ich will ja gar nicht weg, es ist ein Teil von mir. Aber ich will auch ein Stück Leichtigkeit zurück, das ist ebenso ein Teil von mir. Ich will lachen, tanzen, singen, springen – und ich will leben!

Es kann sich doch nicht alles um das gleiche Thema drehen. Das Glas ist halbvoll und nicht fast leer. Allerdings gibt es keine halb vollen Windeln und wenn ein paar Tropfen Pipi im Bett sind, dann ist das auch ein Ganzes, das abgezogen werden muss …

Vielleicht ist genau das der Unterschied: Manche Dinge sollte  ich mit Zuversicht betrachten. Andere verlangen einfach, dass ich mich ihrer annehme und mich kümmere.

Und trotzdem möchte ich, dass die Leichtigkeit wieder mehr Platz in meinem Leben bekommt. Denn auch sie ist ein Teil von mir.

Spruch

Sprühen wir unsere Freude in den Wind, damit gehässige Worte keinen Boden finden. | Aimee de Stael

Lasst uns sprühen, am besten alle zusammen. Lasst uns zusammenhalten gegen diese unsägliche als blau getarnte braune Partei. 

ach

Eigentlich wollte ich diesen Beitrag passwortgeschützt schreiben. Ich bitte euch deswegen, geht sorgsam damit um!

Ich habe immer Angst! Angst auch dann, wenn es mir scheinbar gut geht. Angst, etwas falsch zu machen, nicht zu genügen und wenn etwas nicht funktioniert, daran Schuld zu sein. Es macht mir einen wahnsinnigen Stress, wenn mein Handy nicht das macht, was ich erwarte, das es machen müsste. Es macht mir Stress, wenn der Aushilfsbusfahrer, statt zu helfen, die Hände nicht aus der Hosentasche bekommt. Es ist für mich eine psychische und sogar körperliche Belastung, wenn ich angeblich die Vorgaben nicht erfülle, die andere vermeintlich von mir erwarten.

Ich kann mich nicht am Mittag auf die Terrasse setzen und nichts tun. Das könnte ja gesehen werden und als faul sein ausgelegt werden. Ich bebe innerlich, wenn ich an die nicht geöffneten Briefe vom Landratsamt und der Bausparkasse denke.

Es ist nur ansatzweise nachvollziehbar. Am ehesten können es noch autistische Menschen und welche mit AD(H)S verstehen. Denn rational gibt es keinen Grund für meine Ängste.

Jedes Mal, wenn ich ins Sprachcafé oder woandershin gehe, wo ich mehr als drei Menschen treffen könnte, steigt mein Stresspegel ins Unermessliche. Aber auch bei Freundinnen weiß ich eigentlich nie, ob ich den richtigen Ton erwische. Selbstzweifel statt Selbstbewusstsein …

Mein Nervensystem  ist ständig auf Alarmbereitschaft  – selbst dann, wenn objektiv keine Gefahr besteht. Das ist einfach total stressig!

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